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Ausbildung zum Koch : Gute Köche auf der ganzen Welt gefragt

vom
Aus der Redaktion der Zeitung für die Landeshauptstadt

Gastronomie ist für Koch-Azubi Toni Kamieth eine echte Berufung

Belastbarkeit, Kreativität und handwerkliches Geschick, eine schnelle Auffassungsgabe sowie Teamfähigkeit – alles Eigenschaften, die ein angehender Koch mitbringen sollte. Hinzu kommt die Bereitschaft, auch bis spät abends sowie am Wochenende und an Feiertagen zu arbeiten. Toni Kamieth ist einer von vielen jungen Menschen, die diese Anforderungen nicht abschrecken und sich für solch eine Ausbildung entschieden haben. Im Fünf-Sterne-Hotel Neptun in Warnemünde erlernt er das Kochhandwerk.

Dem 21-Jährigen liegt die Gastronomie quasi im Blut. Im heimischen Winterfeld in Sachsen-Anhalt betreiben seine Eltern ein Hotel, dass er später einmal weiterführen möchte. Vorher jedoch will er das Handwerk von der Pieke auf erlernen. Deshalb hat Toni vor seiner Kochlehre bereits eine Ausbildung zum Restaurantfachmann abgeschlossen. „Danach wollte ich gern die Abläufe in einem großen Unternehmen kennenlernen“, gibt er als Grund für seine zweite Ausbildung an. So kam er schließlich in die Küche des Hotels Neptun, wo er bereits sein drittes Lehrjahr absolviert und kurz vor dem Abschluss steht.

In dieser Zeit hat Toni gelernt, was alles zur Arbeit der Küche eines Fünf-Sterne-Hotels dazugehört: man muss die Zubereitung der Gerichte auf den verschiedenen Karten aus dem Effeff kennen und vor allem wissen, wie man die Produkte richtig verarbeitet. Denn im Neptun werden Obst, Gemüse, Fisch, Fleisch und Co. aus der ganzen Welt verarbeitet. „Allein beim Fisch bieten wir rund 25 verschiedene Arten an“, weiß der Azubi. Verwöhnt werden die Gäste dann mit klarem Dorschsüppchen mit Tomatenfilets und Minze, gebratenem Entenbrustfilet an schwarzer Fliederbeersauce mit Paprika-Champignon-Gemüse und Birnenkroketten oder überbackenen Austern auf Blattspinat und Hummer, der mit Saucen-Variationen serviert wird. Das Interesse, auch mal etwas Neues auszuprobieren, sollte ein Koch daher mitbringen. „Sauberkeit ist ebenfalls ganz wichtig in unserem Beruf. Und man sollte multitaskingfähig sein, denn in stressigen Situationen muss man sich um mehrere Dinge gleichzeitig kümmern.“ Teamfähigkeit wird in der Küche ebenfalls groß geschrieben.

Bereits während seiner Ausbildung zum Restaurantfachmann hat Toni sein Können unter Beweis stellen können: bei den Deutschen Meisterschaften 2013 für Auszubildende im Gastgewerbe belegte er den fünften Platz. Und auch während seiner Kochausbildung konnte er sich wieder für die Meisterschaften qualifizieren. Im vergangenen Jahr belegte er den dritten Platz bei den Landesmeisterschaften. „Jetzt laufen die Vorbereitungen für den diesjährigen Wettbewerb“, erzählt Toni, für den die Gastronomie eine echte Berufung ist. Und da dieses Jahr seine letzte Möglichkeit ist, an den Meisterschaften teilzunehmen, hat sich Toni ein entsprechend hohes Ziel gesteckt: „Zwischen Platz eins und drei bei den deutschen Meisterschaften zu belegen wäre schon toll.“

Wenn Toni im Sommer ausgelernt hat, möchte er erstmal ins Ausland gehen und Berufserfahrung sammeln. Denn gute Köche können überall auf der Welt arbeiten. Den 21-Jährigen zieht es nach England, ehe er später im elterlichen Betrieb einsteigt.

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