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Editorial : Gebratene Tauben

vom
Aus der Redaktion der Zeitung für die Landeshauptstadt

Worte des Chefredakteurs

von
erstellt am 25.Feb.2017 | 08:00 Uhr

Ist das zu fassen? Auf den Podestplätzen der beliebtesten Ausbildungsberufe tummeln sich lauter „Weiße-Hemden-Jobs“. Ja, will sich denn keiner mehr die Hände schmutzig machen? Niemand mehr richtig anstrengen?

Auch wenn es ein Überangebot an freien Ausbildungsplätzen gibt – gebratene Tauben fliegen deshalb niemandem „in den Mund“, wie es so schön heißt. Der Weg des geringsten Widerstands ist selten der erfolgversprechendste. Wer sich in der Ausbildung nicht selbst ein bisschen fordert und schindet, wird im Beruf keine Befriedigung oder kein Glück finden.

Trotz vieler Bemühungen um Berufsfrühorientierung folgen doch immer noch viele Schulabgänger eher Klischees und dem Herdentrieb: Weil der Kumpel oder die Freundin dies oder jenes macht, will man da auch hin. Schade, denn so finden zahlreiche attraktive Berufe keine Bewerber, weil sie zu wenig bekannt oder „nicht hip genug“ sind.

Die Ausbildungsvergütung ist gewiss ein nicht zu verachtendes Argument. Wichtiger aber wäre zu schauen, welche Entwicklungsmöglichkeiten sich nach der Ausbildung bieten, ob man sich den Job auch in späteren Jahren noch vorstellen kann etc. Wer weiß beispielsweise, welche Ausbildungschancen ein Medienhaus wie unseres bereithält? Oder wem ist schon aufgefallen, dass die schon tot geglaubte Werftindustrie im Land händeringend Fachkräfte sucht? Also: Augen auf bei der Berufswahl! Tipps und Anregungen halten die folgenden Seiten wieder parat.

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