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EInstieg : Ein Rezept für den Berufseinstieg

vom
Aus der Redaktion der Parchimer Zeitung

35 Mädchen und Jungen nutzen die Einstiegsqualifizierung der Agentur für Arbeit

svz.de von
erstellt am 25.Feb.2017 | 08:00 Uhr

Ein Umweg führt mitunter besser zum Ziel, als der gerade Weg. Das wissen auch die Mitarbeiter der Agentur für Arbeit und bieten seit einiger Zeit die Einstiegsqualifizierung an. „Mitunter hapert es mit der Theorie, der Bewerber ist eher ein Praktiker oder derjenige benötigt etwas mehr Zeit, um etwas zu verinnerlichen. Dafür ist die Einstiegsqualifizierung ideal geeignet und wird zunehmend angenommen“, sagt Yvonne Arndt von der Agentur für Arbeit.

35 Mädchen und Jungen nutzen im Landkreis – die Mehrheit in der Region Parchim, Lübz und Sternberg – derzeit diese spezielle Form des Berufseinstiegs. Die Dauer beträgt mindestens sechs, längstens jedoch 12 Monate und ist für Jugendliche bis zum Alter von 25 Jahren gedacht. Die Agentur finanziert diese Art des Berufseinstieges und zahlt auch eine Vergütung. „Diese kann vom Arbeitgeber bis zur Höhe des Lehrgeldes aufgestockt werden“, sagt die Arbeitsmarktexpertin.

Einer, der dieses Angebot angenommen hat, ist Florian Tatula aus Parchim. Über die Einstiegsqualifizierung hat der junge Mann seine Lehrstelle gefunden. „Es war nicht leicht, ich hatte verschiedene Praktika absolviert, unter anderem in einer Backstube. Aber es war nicht das Richtige für mich“, sagt er und ist froh, dass er nun bei den Lewitz-Werkstätten in der dortigen öffentlichen Kantine eine Lehre als Koch absolviert. Vorausgegangen waren ein einwöchiger Schnupperkurs und ein Praktikum. Danach nutzte er die Einstiegsqualifizierung. „Wir bilden seit 18 Jahren Köche in unserer Küche aus, dieser Weg der Berufsfindung war auch für uns neu, aber es klappt“, sagt der Küchenleiter und Ausbilder Karsten Hinrichs. Aber es war auch für ihn nicht leicht und erfordert Fingerspitzengefühl.

Die Möglichkeit der Anerkennung der Einstiegsqualifizierung als erstes Lehrjahr ist durchaus möglich, sofern die Voraussetzungen gegeben sind. Doch im Interesse des Jugendlichen hat man sich im Fall Florian gemeinsam darauf geeinigt, diese Variante nicht zu nutzen. „Mir gefällt es und es ist abwechslungsreich, es ist nicht immer der gleiche Speiseplan und man hat auch mit Menschen zu tun“, erzählt der ruhige, bescheidene junge Mann, und formt wenig später das fertig gewürzte Hackfleisch zu runden Kugeln, denn am nächsten Tag stehen Königsberger Klopse auf dem Speiseplan.

Hier wird gelernt
Schon seit DDR-Zeiten besuchen angehende Köche die Berufsschule in Parchim. Zurzeit werden rund 200 junge Menschen im Bereich  „Ernährung und Hauswirtschaft“ zum Beikoch, Koch, Restaurantfachmann, Hotelfachmann und zur Fachkraft im Gastgewerbe ausgebildet. Insgesamt besuchen  1560 Auszubildende das Berufsschulzentrum des Landkreises Ludwigslust-Parchim.


 

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