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Unterlagen-Check : Die schlimmsten Fehler im Bewerbungsschreiben

vom
Aus der Onlineredaktion

So klappt es mit dem neuen Job.

svz.de von
erstellt am 14.Okt.2017 | 05:00 Uhr

Damit Fehler in der Bewerbung nicht passieren, hat Chancen – Wege – Perspektiven mit dem Bewerbungsexperten Ben Dehn gesprochen. Er ist Texter, Autor und Online Marketing Manager beim Online-Bewerbungsservice „Die Bewerbungsschreiber“, kennt die K.O.-Kriterien für eine Aussortierung der Bewerbung und weiß, wie Du inhaltliche und formale Fehler vermeiden kannst. Das Bewerbungsschreiben – auch Anschreiben oder Bewerbungsanschreiben genannt – ist wohl der wichtigste Teil Deiner Bewerbungsunterlagen. Schließlich ist es die Nummer 1 in der Reihenfolge der Dokumente und das Erste, was potenzielle Arbeitgeber von Dir zu lesen bekommen. Die Bewerbungsschreiber haben in Zusammenarbeit mit der Ruhruniversität Bochum in einer Umfrage herausgefunden, dass durchschnittlich rund 56 Prozent der Bewerbungen bei der ersten Prüfung aussortiert werden. Aber wieso eigentlich? Und was kann man dagegen tun?

1. Vier Augen sehen mehr als zwei

„Ganz oben auf der Liste stehen Rechtschreib- und Grammatikfehler“, sagt Ben Dehn. Egal ob ein falsch gesetztes Komma oder ein Tippfehler: „So etwas darf in einer Bewerbung einfach nicht passieren.“ Doch oft schreibt man einen Text, liest ihn sogar noch einmal sorgfältig durch und trotzdem findet sich darin anschließend noch der eine oder andere Fehler wieder. Das liegt daran, dass einem das eigene Gehirn dabei oft einen Streich spielt. Dann überlesen wir Fehler und korrigieren sie im Kopf ganz automatisch – ohne davon etwas mitzubekommen.
Ben Dehns Tipp ist denkbar einfach: „Zuerst einmal sollte man sich gut vorbereiten, sich ausreichend Zeit zum Schreiben nehmen und dann nach Möglichkeit noch mal eine Nacht drüber schlafen.“ Wenn Du das Bewerbungsschreiben am nächsten Tag noch einmal selbst durchgehst und dann auch noch von Freunden oder Familienmitglieder gegenlesen lässt, bist du auf der sicheren Seite. So abgedroschen es auch klingt: Vier Augen sehen eben wirklich mehr als zwei!

2. Ich weiß, wer Sie sind

Zuallererst solltest Du dir die Stellenausschreibung genau durchlesen, um herauszufinden, an wen Du die Bewerbung adressieren solltest. Wird ein konkreter Ansprechpartner genannt, wäre es nämlich ein fataler
Fehler die Formulierung „Sehr geehrte Damen und Herren“ zu verwenden. „Daran erkennen die Unternehmen auf den ersten Blick, ob jemand 33
33die Ausschreibung gut durchgelesen hat“, erklärt Ben Dehn. „Es ist wichtig, dem Gegenüber klar zu machen: Ich weiß, wer Sie sind.“

Ist in der Stellenausschreibung kein Ansprechpartner angegeben, solltest Du Dich auf den Karriereseiten auf der Webseite des jeweiligen Unternehmens umschauen. Vielleicht ist dort jemand angegeben, der für Bewerbungen und Auszubildende verantwortlich ist? Oder die Ausschreibung findet sich dort noch einmal wieder – mit der entsprechenden Info, an wen Bewerbungen adressiert werden sollten. Fehlt die Angabe der Kontaktperson komplett, ist es am Ende aber dann doch die beste Lösung, auf die Formulierung „Sehr geehrte Damen und Herren“ zu setzen.

3. Ich weiß, was ich kann

Wenn Du Dich bewirbst, willst Du einen kompetenten Eindruck hinterlassen. Dein potenzieller Arbeitgeber soll wissen, was Du kannst und wer Du bist, nachdem er Deine Bewerbung gelesen hat. Schließlich musst Du Dich oftmals gegen zahlreiche andere Bewerber durchsetzen, um an einen Ausbildungsplatz zu kommen. Deshalb ist für Konjunktive in Bewerbungsschreiben kein Platz. Vergiss „hätte“, „würde“ und „könnte“. Sei nicht zu bescheiden und stell Deine Vorzüge klar heraus. Du „könntest“ nicht der/die Richtige für den Ausbildungsplatz sein – Du bist es!

4. Darum will ich zu Ihnen

Auch ein fehlender Unternehmensbezug führt oft dazu, dass Bewerbungsunterlagen direkt aussortiert werden. „Man sollte beim Personaler den Eindruck hinterlassen, dass man sich aus gutem Grund bei dem jeweiligen Unternehmen bewirbt“, so Ben Dehn. Also informiere Dich vorher gut über das Unternehmen, bei dem Du Dich bewirbst. Überlege Dir, warum Du deine Ausbildung genau dort beginnen möchtest und warum gerade Du gut zu diesem Arbeitgeber passt.

5. Nicht wiederholen

Wenn Du in Deinem Bewerbungsschreiben einfach noch einmal ausformulierst, was in Deinem Lebenslauf steht, ist das ein fataler Fehler. Immer wieder dasselbe lesen zu müssen, langweilt Personaler. Konzentriere Dich deshalb doch lieber auf Deine Person und wie Du zu dem Job gekommen bist, den du zukünftig erlernen willst.

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