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Ausbildungsportrait : Die, die sich in der Heimat auskennt

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Aus der Redaktion des Güstrower Anzeiger

Viele junge Menschen träumen davon, in großen Städten dieser Welt arbeiten zu dürfen – abwechslungsreiche Jobs gibt es aber auch bei uns im Norden

svz.de von
erstellt am 25.Feb.2017 | 08:00 Uhr

Shanghai, New York, Moskau – man muss nicht immer um die halbe Welt reisen, nicht in Millionenmetropolen, um einen abwechslungsreichen Job erleben zu können. Eine Kauffrau für Tourismus und Freizeit versucht nicht, die Menschen in die Ferne zu lotsen, sondern ist Ansprechpartner für die Region, sie zeigt, welche Aktivitäten nur darauf warten, entdeckt zu werden.

Eileen Klar absolviert gerade ihr drittes Ausbildungsjahr als Kauffrau für Tourismus und Freizeit. Die 19-Jährige hat nach ihrem Realschulabschluss lange überlegt, was sie einmal werden möchte. „Ich habe damals meine Stärken und Schwächen abgewogen: wollte gern mit Leuten arbeiten und einen abwechslungsreichen Beruf haben. Ich wollte einfach nicht nach der Arbeit nach Hause kommen und immer dasselbe oder gar nichts erzählen können“, meint die junge Frau. So ist sie mehr durch Zufall auf diesen Ausbildungsberuf gestoßen, hat sich informiert, und nach größeren Hotels gesucht und ist schließlich in Güstrow fündig geworden. Nach einer Woche Probearbeiten, wusste sie, das ist der richtige Beruf.

Ihre dreijährige Ausbildung umfasst in der Regel acht Wochen Praxis im Hotel und zwei Wochen in der Berufsschule. Zu ihren Aufgaben im Hotel gehört in erster Linie die Arbeit an der Rezeption. „Ich begrüße die Gäste, checke sie ein und aus, versorge sie auch mit Getränken aus der Bar, nehme alle Arten von Buchungen entgegen, also telefonisch, online etc. und bearbeite Reservierungen. Da unser Haus auch Veranstaltungen anbietet, nehme ich dafür die Anmeldungen entgegen, habe auch schon mal innerhalb des Fachs Eventmanagement ein Angebot geschrieben. Weiter haben wir Kontakt zu Reiseveranstaltern, um unseren Gästen einen Ausflug anzubieten. Und wir werden auch mal bei Veranstaltungen miteingeplant, an der Bar oder beim Vorbereiten einer Tagung.“ Zwei große Prüfungen hat Eileen Klar während ihrer Ausbildung zu absolvieren: Im zweiten Ausbildungsjahr eine Zwischenprüfung und im dritten Jahr die Abschlussprüfung. Dafür hat sie ein Abschlussprojekt, die Entwicklung eines touristischen Produkts oder einer Dienstleistung anzufertigen. „Ich entwickle für das Hotel ein Paket für Busgruppen. Ziel ist es, Busgruppen in das Hotel zu locken. Dafür mache ich praktisch die komplette Marketingschiene“, erklärt die junge Frau.

Eileen Klar empfiehlt die Ausbildung all jenen, die belastbar sind, denn gerade in den Sommermonaten ist Hochsaison. Sie sollten auch flexibel sein. Denn: In der Gastronomie und Hotellerie müsse man sich ständig auf Neues einstellen. Ein wichtiger Charakterzug ist ihrer Meinung nach Freundlichkeit und Offenheit – man dürfe auf keinen Fall schüchtern sein, denn man müsse auf   Menschen zugehen können. „An der Rezeption ist man die erste Bezugsperson für den Gast und der ist prägend für das ganze Hotel“, erläutert sie. Auch müsse man schnell lernen können, weil man sich auf unterschiedliche Dinge einstellen muss, sie aufnehmen und behalten. Ganz wichtig sei die Kommunikationsfähigkeit, also, sich vernünftig ausdrücken und unterhalten können. Und last but not least ist die Sorgfältigkeit, die besonders bei den Buchungen zum Tragen kommt, eine wichtige Fähigkeit.

Eileen Klars weitere Pläne nach der Ausbildung sind das Nachholen des Fachabiturs und anschließend möchte sie erst einmal eine Zeit im Ausland arbeiten. Ihre bevorzugten Ziele sind England, Schottland und die USA. Ein anschließendes Studium zum Tourismusmanager behält sie erst einmal im Hinterkopf.

Viele Hotels,  Kultur-, Event- und Freizeitagenturen, Freizeitparks, Campingplätze oder auch Kurbetriebe bilden zur Kauffrau für Tourismus und Freizeit aus. Einfach mal nachfragen – das zeigt Interesse und Eigeninitiative.
 

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