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Forschungsbericht : Arbeit immer und überall: Spielraum senkt Gesundheitsrisiko

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Die E-Mail aus der U-Bahn, der Anruf nach Feierabend, der Nachmittag im Home-Office: In vielen Jobs ist solche Flexibilität längst üblich. Das ist praktisch, hat aber auch Schattenseiten - darunter ein höheres Krankheitsrisiko. Können sich Berufstätige davor schützen?

svz.de von
erstellt am 09.Okt.2017 | 04:12 Uhr

Mehr Berufstätige arbeiten zeitlich und örtlich flexibel - weil sie auch unterwegs und nach Feierabend noch Dinge erledigen oder erreichbar sind. Das kann negative gesundheitliche Folgen haben, warnt die Bundesanstalt für Arbeitsschutz und Arbeitsmedizin (BAuA) in einem Bericht .

Möglich sind je nach Situation zum Beispiel depressive Verstimmungen und eine höhere Stressbelastung. Und wer auch außerhalb der Bürozeiten noch Arbeit erledigt, schläft eventuell schlechter und hat eine höheres Risiko körperlicher und psychischer Beschwerden. Zu langes Arbeiten kann Nervosität und Niedergeschlagenheit hervorrufen sowie Nacken- und Rückenschmerzen verursachen. Und generell sinkt mit der Länge der Arbeitszeit auch die Leistungsfähigkeit.

Andererseits hat flexible Arbeit auch Vorteile, etwa weil sich Beruf und Familie so oft besser vereinbaren lassen. Kategorisch ablehnen müssen Berufstätige solche Jobs daher nicht. Sie sollten aber auf gesundheitsfreundliche Rahmenbedingungen achten. Ganz ausschließen lassen sich die gesundheitlichen Risiken hoher Flexibilität so zwar nicht - aber abschwächen.

So sind Rufbereitschaft und ständige Erreichbarkeit zum Beispiel weniger gefährlich, wenn Arbeitnehmer die Zeit selber einteilen und weit im Voraus planen können. Und auch bei örtlicher Flexibilität hilft es, wenn der einzelne Beschäftigte viel Handlungsspielraum hat, um selbst über seine Arbeitsabläufe zu bestimmen - um etwa zeitliche Puffer einzuplanen.

BAuA-Bericht "Orts- und zeitflexibles Arbeiten"

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