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Sanierung von Bauerngebäuden : Von der Scheune zum Traumhaus

vom
Aus der Redaktion der Zeitung für die Landeshauptstadt

Meist ist ein Architekt erforderlich, damit aus dem alten Zweckbau ein passables Wohngebäude wird.

svz.de von
erstellt am 24.Okt.2015 | 16:00 Uhr

Mancher erbt sie, mancher muss mühsam danach suchen: Alte Bauerngebäude sind für viele Bauherren auf dem Land eine gute Alternative zum Neubau. Die ehemaligen Gewerbeobjekte lassen sich in moderne Bauten umwandeln – ein paar Hinweise für künftige Bauherren:

Wie komme ich an so ein altes Bauerngebäude?
Landwirtschaftliche Gebäude, ob Wohnhaus oder Scheune, werden oft vererbt. Wer das Glück nicht hat, kann sich an die örtlichen Behörden wenden, die vielleicht Verkäufer kennen. Manchmal gibt es regionale oder überregionale Vereine, wie die Interessengemeinschaft Bauernhaus. Sie bietet auch eine Hausbörse an.

Wie gehe ich den Umbau an?
„Solche Spezialhäuser sollte man nicht ohne einen darin erfahrenen Experten mit Referenzen umbauen“, betont Fachbuchautor Peter Burk. „Bei einer gut erhaltenen, alten Scheune kann man schnell im Bereich des Denkmalschutzes unterwegs sein.“ Dann muss auch die Denkmalschutzbehörde eingeschaltet werden, die meist Vorgaben macht.

Wie finde ich einen guten Architekten?
Gut muss hier heißen: qualifiziert und erfahren im Umbau alter Bauerngebäude. „Man kennt ja oft solche umgebauten Gebäude in der Region, ob das nun ein altes Haus oder eine Mühle ist – einfach den Besitzer ansprechen“, empfiehlt der Bauexperte Burk. „Und fragen Sie ruhig konkret: Wie war die Zusammenarbeit?“ Alternativ rät er, sich im Internet und Telefonbuch 15 bis 20 Architektenbüros zu suchen und anzufragen, ob sie so eine Sanierung schon durchgeführt haben. Auch dann sollte man sich noch mit den Bauherren unterhalten. Manchmal haben auch die Denkmalschutzbehörden entsprechende Tipps. Wichtig: Der Architekt sollte sein Büro möglichst maximal 30 bis 40 Kilometer von der Baustelle entfernt haben.

Was kostet ein Architekt?
Diese Ausgaben kann man vorher berechnen. Aber es kann unangenehme Überraschungen geben, denn es gibt Sonderregelungen. So darf der Architekt bei Umbauten pauschal 20 Prozent aufschlagen, erklärt Burk. Es sind sogar bis zu 33 Prozent für Gebäudeumbauten und bis zu 50 Prozent für Innenumbauten möglich, wurde das schriftlich vorher vereinbart. Und dann gibt es noch Zuschläge für die mitverarbeitete Bausubstanz. Werden bei alten Häusern etwa die Fenster ausgetauscht, kann es sein, dass auch die Laibung betroffen ist. Für diesen Planungsaufwand verdient der Architekt mehr. „Das Problem ist, dass die Honorarordnung sehr komplex und für Laien nur schwer verständlich ist“, sagt Burk. Er rät daher, sich vom Architekten vor Vertragsabschluss alle Grundlagen zur Berechnung seiner Kosten transparent vorlegen zu lassen.

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