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Bauen & Wohnen

11. Dezember 2017 | 16:13 Uhr

Tricks : Sieben Tipps für Heimwerker

vom
Aus der Redaktion der Zeitung für die Landeshauptstadt

Es gibt ein paar Tricks, die den Umgang mit Bohrmaschine, Schrauben, Dübeln und Nägeln einfacher machen.

svz.de von
erstellt am 15.Feb.2016 | 12:00 Uhr

Ein Loch in die Wand bohren, einen Dübel befestigen oder einen Nagel einschlagen – das kann eigentlich nicht so schwer sein. Aber selbst wenn man einfach nur ein Bild aufhängen will, kann viel schiefgehen. Es gibt aber ein paar Tricks, die helfen:

Der Bohrer rutscht ab

Das kann an der Haltung liegen. Die Bohrspitze muss senkrecht zur Oberfläche angesetzt sein, dann erst wird die Maschine gestartet. Nun herantasten, bis der Bohrer festen Halt an der Wand hat, dann leichten Druck ausüben. Diese Haltung verhindert auch, dass das Bohrloch schief wird. Auf glatten Fliesen ist das Bohren aber schwieriger: Hier raten die Experten der Heimwerkerschule DIY-Academy in Köln, ein Stück Klebeband auf die Bohrstelle zu kleben.

Bohrstaub macht alles schmutzig

Es gibt natürlich den Staubsauger. Wer aber alleine ist, kann einen Kaffeefilter oder Briefumschlag verwenden, der unter das Loch geklebt wird, verrät die DIY-Academy. Und für die Decke nimmt man einen Joghurtbecher: Die Hälfte abschneiden, dann ein Loch in den Boden bohren. Dadurch den Bohrer an der Decke ansetzen, der Becher fängt den Staub auf.

Das Bohrloch ist zu groß geworden

Es lässt sich mit einem speziellen Gewebestück stopfen, das mit schnell härtendem Spezialmörtel versehen ist, erklärt die DIY-Academy. Das Reparaturvlies wird mit Wasser befeuchtet und um einen Kunststoffdübel gewickelt, für größere Löcher am besten mehrlagig. Das Ganze kommt ins Bohrloch und härtet dort innerhalb von Minuten aus. In den Dübel wird dann die Schraube gedreht. Die Alternative ist Reparierknete aus dem Baumarkt. Einfach ein Stück abschneiden, kneten und in das Loch drücken. Danach kommt der Dübel in das Loch. Eine Viertelstunde sollte das Ganze dann aushärten, bevor die Schraube oder der Haken eingedreht wird.

Löcher reißen beim Bohren aus

Das kann an der Art liegen, wie man mit dem Bohrer umgeht. Wird er ausgemacht und dann erst aus der Wand gezogen, können die Seiten einreißen. Daher: Heimwerker sollten einen Bohrer immer mit noch drehendem Motor aus dem Loch ziehen, erläutert die DIY-Academy. Ein ausgerissener Bohrrand lässt sich mit Flüssigdübeln behandeln. Dabei handelt es sich um eine Zweikomponentenmasse, die in das Loch gespritzt wird. Aushärten lassen und neu bohren.

Der alte Dübel steckt fest

Hier hilft ein Korkenzieher. Er wird ein wenig in den Dübel eingedreht und der dann wie ein Korken herausgezogen. Alternativ geht das auch mit einer Schraube. Diese nur ein bis zwei Umdrehungen weit hineindrehen, aber auf keinen Falls so weit, dass der Dübel sich spreizt, erklärt Peter Birkholz, Ratgeberautor der Stiftung Warentest in Berlin. Dann beides gemeinsam vorsichtig herausziehen.

Nagel verbiegt sich beim Einschlagen

Das kann an seiner Länge liegen. Geht es nicht mehr weiter, kann der Nagel sich krümmen, oder er bricht sogar ab. Birkholz rät: Ein Nagel sollte nicht länger als drei Zentimeter sein, denn tiefer wird man ihn kaum einschlagen können. Auch sollte der Nagel aus hartem Stahl bestehen. Und der Hammer darf nicht zu leicht sein – denn die Energie zum Einschlagen des Nagels holt man besser aus dem Gewicht des Werkzeugs als durch weites Ausholen.

Verletzungen an den Fingern

Statt den Nagel mit den Fingern zu halten, nimmt man beim ersten Schlag eine Kombi- oder Flachzange, erklärt Birkholz. Oder einen kleinen Pappstreifen, durch den man den Nagel steckt. Nägel zum Aufhängen von Bildern oder Dekorationsstücken schlägt man in einem leichten Winkel nach oben ein, damit der anzuhängende Gegenstand zur Wand hin rutscht und nicht nach vorne. Beim Bohren darf man außerdem keine Handschuhe tragen. Die Bohrmaschine kann den Stoff erfassen und wegreißen – oder noch schlimmer: die Hand in den Bohrer ziehen, erklärt die Aktion Das Sichere Haus.

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