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Bauen & Wohnen

25. November 2017 | 09:12 Uhr

Wohnen : Mehr Wohngeld ab Januar

vom
Aus der Redaktion der Zeitung für die Landeshauptstadt

Die Erhöhung beträgt durchschnittlich 39 Prozent. Die Überweisung erfolgt automatisch.

svz.de von
erstellt am 15.Dez.2015 | 12:00 Uhr

Arbeitslose, Rentner und Geringverdiener können ab Januar 2016 mit einem höheren Wohngeld rechnen. Von der Gesetzesreform, die der Bundestag in diesem Jahr beschlossen hat, sollen rund 870 000 Haushalte in Deutschland profitieren. Laut Bundesregierung wird das Wohngeld um durchschnittlich 39 Prozent angehoben.

„Durch die Neuerungen werden Menschen mit geringerem Einkommen bei den Wohnkosten stärker entlastet als bislang“, sagte gestern Mecklenburg-Vorpommerns Minister für Wirtschaft, Bau und Tourismus, Harry Glawe (CDU). „Dadurch können mehr Haushalte als bisher Wohngeld erhalten und die bisherigen Empfänger bekommen höhere Leistungen.“

Wer schon Wohngeld bezieht, bekommt nach Angaben des Ministeriums den höheren Betrag Anfang 2016 automatisch überwiesen, ohne dass hierfür ein Antrag gestellt werden muss. Zugleich werde ein neuer Bescheid erteilt.

Zuletzt wurde das Wohngeld 2009 geändert. Seither haben sich die Mieten in vielen Regionen Deutschlands deutlich verteuert. Für einen Zwei-Personen-Haushalt steigt das Wohngeld nun laut Bundesregierung von durchschnittlich 115 Euro monatlich im Jahr 2013 auf durchschnittlich 186 Euro. Künftig soll es alle zwei Jahre überprüft und an die Entwicklung der Einkommen, Warmmieten und Nebenkosten angepasst werden.

In Mecklenburg-Vorpommern wurden im Jahr 2014 Wohngeldzahlungen von rund 35 Millionen Euro an 26 000 Haushalte geleistet. Das geht aus Erhebungen des Statistischen Amtes hervor. Damit haben rund 3 Prozent aller Privathaushalte im Nordosten Wohngeld in Anspruch genommen. Dabei betrug der durchschnittliche Zuschuss pro Haushalt 99 Euro im Monat. Zum Vergleich: 2013 wurden Wohngeldleistungen von rund 42 Millionen Euro gezahlt. In diesem Jahr werden es voraussichtlich knapp 28 Millionen Euro sein. Zuständig sind die Stadt-, Gemeinde- und Amtsverwaltungen.

Ob und in welcher Höhe ein Anspruch auf Wohngeld besteht, hängt von drei Faktoren ab: der Anzahl der zu berücksichtigenden Haushaltsmitglieder, der Höhe des Gesamteinkommens und der Höhe der zuschussfähigen Miete beziehungsweise Belastung. „Mit dem Wohngeld als Zuschuss zu den Wohnkosten wird ein Beitrag zur Unterstützung geleistet“, betonte Harry Glawe. „Wer Anspruch auf Wohngeld hat, sollte ihn auch geltend machen.“

Änderungen zum 1. Januar 2016:

  • Die Miethöchstbeträge werden regional gestaffelt angehoben.
  • Die sogenannten Tabellenwerte werden um durchschnittlich 39 Prozent angehoben. Dadurch steigt der individuelle Wohngeldbetrag für alle anspruchsberechtigten Haushalte und der Kreis der Wohngeldempfänger wird in etwas höhere Einkommensbereiche hinein erweitert.
  • Die Freibeträge im Wohngeld (zum Beispiel für schwerbehinderte Menschen oder Alleinerziehende) werden neu ausgerichtet.
  • Weitere Informationen zum Wohngeld und zur Wohngeldreform sowie die Antragsformulare sind auf der Seite des Wirtschafts- und Bauministeriums Mecklenburg-Vorpommern zu finden. Dort steht auch ein Wohngeldrechner zur Verfügung, mit dem der Wohngeldanspruch sofort unverbindlich kalkuliert werden kann: www.regierung-mv.de/Landesregierung/wm/Bau/Wohngeld.

Quelle: Bauministerium MV

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