Bio Fresh & Co : Kühlschrank mit Extras

Mit dem Internet verbundene Kühlschränke liefern Informationen über den Füllstand.
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Mit dem Internet verbundene Kühlschränke liefern Informationen über den Füllstand.

„Bio Fresh“, dynamische Kühlung und Superkühlen: Experten erklären, was die beworbenen Extras bedeuten.

svz.de von
10. Februar 2018, 16:00 Uhr

Neue Funktionen bei Kühlschränken versprechen mehr Komfort und Frische. Doch was steckt hinter Bezeichnungen wie Kaltzone oder Null-Grad-Zone? Und muss der Kühlschrank mit dem Internet verbunden sein? Zunächst: Auch ohne all das kühlen Kühlschränke noch. Und frischer lassen sich Lebensmittel halten, wenn für jedes Produkt der richtige Platz gewählt wird. „Der kälteste Bereich ist unten über der Glasplatte des Gemüsefachs“, erklärt Sarah Hermges von der Initiative „Zu gut für die Tonne“. „Hier müssen empfindliche Waren wie frisches Fleisch oder Wurst einsortiert werden. Nach oben wird es wärmer.“

KALTZONE Diese Schubladen befinden sich meis im unteren Teil. Dort herrschen Temperaturen knapp über null Grad. „Da halten sich Lebensmittel bis zu dreimal länger als im normalen Kühlfach“, erklärt Claudia Oberascher von der Initiative Hausgeräte+. Vielfach wird die Kaltlagerzone – etwa als „Bio Fresh“ oder „Perfect Fresh“ zu finden – in zwei Bereiche mit verschieden hoher Luftfeuchtigkeit unterteilt: „Ein Null-Grad-Fach besitzt eine niedrige Luftfeuchtigkeit von 45 bis 50 Prozent und bietet gute Lagerbedingungen für verpackte Lebensmittel wie Fleisch, Fisch, Wurst und Milchprodukte“, sagt Oberascher. Im feuchten Null-Grad-Fach herrscht eine Luftfeuchtigkeit von bis zu 95 Prozent. Das macht es ideal für das Lagern von unverpacktem Gemüse und Obst. Es trocknet hier nicht aus. In preisgünstigeren Modellen gibt es eine schlichtere Technik. Hier ist die Temperatur nur etwas niedriger als im restlichen Kühlfach. Oder die Temperatur ist unverändert und nur die Luftfeuchtigkeit erhöht. Damit verlängert sich die Lagerzeit geringfügig.

DYNAMISCHE KÜHLUNG Herkömmliche Geräte verfügen über eine statische Kühlung. Hier verteilt sich kalte Luft ungleichmäßig von oben nach unten. Beim Einräumen der Lebensmittel ist es daher wichtig, auf die Zonen zu achten, denn es können Temperaturunterschiede von bis zu zehn Grad herrschen. „Bei Geräten mit dynamischer Kühlung ist das nicht mehr nötig“, so Oberascher. „Bei ihnen verteilt ein Ventilator die gekühlte Luft gleichmäßig, so dass die Temperaturdifferenz zwischen den Ablagen gering ist.“ Man kann also den Kühlschrank bestücken, wie man will.

ABTAUAUTOMATIK Diese Funktion ist in neuen Geräten Standard. Sie vereisen dadurch nicht und müssen auch nicht abgetaut werden. Das spart Strom. „Bei Gefriergeräten ist das anders“, erläutert Werner Scholz, Geschäftsführer der Hausgeräte-Fachverbände im Zentralverband Elektrotechnik- und Elektronikindustrie.

SUPERKÜHLEN Mit der Funktion lässt sich eine Kältereserve schaffen. Das bietet sich an, bevor größere Mengen neu gekaufter Lebensmittel eingelagert werden. Sie werden dann schneller abgekühlt, was zur besseren Erhaltung von Vitaminen und Mineralstoffen führt.

GERUCHSFILTER „Er bewirkt keine Wunder, ist aber nützlich“, findet Scholz. „Ein Aktivkohlefilter verhindert Gerüche und die Übertragung auf andere Lebensmittel im Kühlschrank-Innenraum. Gegen besonders intensive Gerüche kommt er aber kaum an.“

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