Wohnen : Fernseher als Gemälde

Im Trend: Ein Fernseher, der auf Wunsch Kunstwerke anzeigt.
Im Trend: Ein Fernseher, der auf Wunsch Kunstwerke anzeigt.

Hersteller bringen immer mehr große, dünne Fernseher mit immer irrwitzigeren Auflösungen auf den Markt.

svz.de von
23. September 2017, 16:00 Uhr

OLED-Technologie, ultradünne Displays und viele Designstücke: Diese drei Trends waren bei den TV-Neuheiten kürzlich auf der Technikmesse IFA in Berlin zu beobachten. Fast mehr Skulptur als Fernseher ist etwa das Modell Bild 9 von Loewe. Das mit sieben Millimetern hauchdünne Display haben die Designer in ein Winkelgestell aus Stahl, gold- oder graphitfarben, gehängt.

Die integrierte, schmale Soundbar wird nur sichtbar, wenn der Bild 9 angeschaltet ist. Dann fährt das Hochkontrast-Display (HDR/Dolby Vision) ein Stück hoch, um den Lautsprecher freizugeben. Die selbstleuchtenden organischen Pixel (OLED) des Bildschirms erzeugen kräftige Farben − und ein absolutes Schwarz, wenn sie nicht aktiv sind. Mit 55-Zoll-Diagonale kostet das auf der Rückseite mit Stoff bespannte Gerät 8000 Euro und als 65-Zoll-Version 10  000 Euro.

Einer Zusammenarbeit mit LG, die derzeit die OLED-Panels für fast alle Hersteller liefern, ist der OLED-Fernseher Beovision Eclipse von Bang & Olufsen entsprungen. Dass die Dänen Wert auf guten Klang legen, ist an der großen, mit farbigem Stoff oder einem Aluminiumgitter verblendeten Soundbar zu erkennen, die sich im unteren Drittel des Gehäuses vor dem Display wölbt.

In der Soundbar steckt ein Dreikanal-System mit 450 Watt Leistung. Eine Besonderheit ist der motorisierte Standfuß, mit dessen Hilfe sich der Fernseher roboterhaft per Fernbedienung im Raum hin- und herfahren lässt − etwa weil man gerade seine Sitzposition geändert hat. Er kann aber auch ohne Fuß an einer optional motorisierten Wandhalterung fixiert werden. In 55 Zoll Größe ist er ab 9120 Euro zu haben, als 65-Zöller werden mindestens 12  820 Euro fällig. Den Fernseher als Gemälde und Teil der Wanddekoration definiert Samsung mit seinem „Frame“-Konzept. Wer gerade nicht fernsieht, soll nach den Vorstellungen des Herstellers wie in einem Bilderrahmen seine Lieblingskunst oder Fotografien an der Wand bewundern können − daher rührt auch der Name „The Frame“ (ab 1700 Euro).

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