Wohnen : Einbrecher sind nie im Urlaub

Bekannte sollten die Rollläden bedienen und den Briefkasten leeren.
Bekannte sollten die Rollläden bedienen und den Briefkasten leeren.

Bevor es in die Ferien geht, sollte man sich vergewissern, ob zu Hause alles gut gegen Übeltäter gewappnet ist

svz.de von
03. Juni 2016, 21:00 Uhr

Alles eingepackt? Zahnbürste, Badehose und den Bikini? Der Hund ist versorgt? Und was ist mit der Miete – wird die überwiesen? Wer holt die Post aus dem Briefkasten? Und was, wenn der Vermieter für einen Notfall in die Wohnung muss? Eine Checkliste der Erledigungen rund ums Haus für alle, die verreisen wollen:

Wer keinen Dauerauftrag hat und lange verreist, muss sicherstellen, dass alle Zahlungen für Miete und Nebenkosten sowie für Strom, Telefon, Gas und Versicherungen auch während des Urlaubs abgebucht oder überwiesen werden. Darauf weist der Deutsche Mieterbund Nordrhein-Westfalen hin. Das gilt natürlich auch für alle sonst noch offenen Rechnungen.

Vor der Abreise sollten alle Fenster und Türen verschlossen werden. Wasseranschlüsse werden laut Deutschem Mieterbund NRW am besten abgesperrt und die Stecker von Fernseher, Radio und anderen Elektrogeräten aus der Steckdose gezogen.

Einbrecher erkennen, wenn ein Haus leer steht. Daher lässt man am besten mit Hilfe von Zeitschaltuhren Lampen und das Radio immer wieder mal angehen. Nachbarn oder Bekannte sollten die Rollläden bedienen und den Briefkasten leeren.

„Wir sind im Urlaub“ – eine solche Nachricht auf dem Anrufbeantworter ist schon fast eine Aufforderung an Einbrecher, vorbeizuschauen. Auch Abwesenheitsnachrichten des Mailpostfachs sind tabu. Die Zeitung wird am besten für den Urlaubszeitraum abbestellt oder umgeleitet, denn auch sie weist sonst auf die Abwesenheit der Hausbewohner hin. Apropos Briefkasten: Wie sieht es mit Bestellungen aus? Sind alle Päckchen angekommen? Falls nicht, sollte man einer Vertrauensperson eine Postvollmacht ausstellen oder das Paket an die Nachbarn umleiten.

Für den Notfall muss ein Ersatzschlüssel hinterlegt werden – und Vermieter, Hausmeister oder Hausverwaltung müssen wissen, bei wem. Sie haben aber keinen Anspruch auf einen Wohnungsschlüssel, betonen die Experten des Deutschen Mieterbunds NRW. Gut ist es auch, einen Autoschlüssel bei Verwandten oder Bekannten zu hinterlassen, sollte man ohne den Wagen verreisen.

Mieter müssen manchmal laut Hausordnung das Treppenhaus putzen, den Rasen mähen oder auch den Gehweg kehren. Wen der Dienst ausgerechnet während des Urlaubs trifft, muss sich um eine Vertretung kümmern. Denn der Vermieter kann seine Mieter diesbezüglich abmahnen und eine Frist für die Ausführung der Gemeinschaftsdienste setzen, auch wenn der Mieter verreist ist.

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