Vision oder Zukunft? : Ein für alle Bewohner offenes Haus

In der Mitte des Entwurfs von Sebastian Herkner befindet sich ein Innenhof. Darum reihen sich runde Wände aus Textilien in konzentrischen Kreisen.
In der Mitte des Entwurfs von Sebastian Herkner befindet sich ein Innenhof. Darum reihen sich runde Wände aus Textilien in konzentrischen Kreisen.

Auf der Internationalen Möbelmesse IMM Cologne in Köln wurde dieses Haus vorgestellt.

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30. Januar 2016, 12:00 Uhr

Dieses Haus ist einzigartig: Von außen wirkt es ein wenig wie ein Gewächshaus, die Außenwände sind milchig und mehr oder weniger durchscheinend. Und vor allem: Das Haus ist rund. Auf der Internationalen Möbelmesse IMM Cologne in Köln (noch bis heute) hat der renommierte Designer Sebastian Herkner es in einer Ausstellungshalle aufbauen lassen. Es soll seine Zukunftsvision vom Wohnen zeigen.

Das Projekt „Das Haus – Interiors on Stage“ wird bereits zum fünften Mal auf der IMM realisiert. Jedes Jahr lädt IMM-Veranstalter Koelnmesse einen oder mehrere renommierte Designer ein, ein Wohngebäude zu entwerfen, es zu bauen und mit teils einzigartigen Möbeln zu füllen. Und der Designer darf damit eine Botschaft vermitteln. Für Herkner ist das „eine Haltung zu Offenheit und Gastfreundschaft“.


Vorhänge als Wände


Neben den transparenten und lichtdurchlässigen Außenwänden hat das Gebäude nur weiche Innenwände. Es sind Vorhänge aus Wohntextilien wie Plissee oder gitterartige Vorhänge, PVC und Industrietextilien. Ein Paravent besteht aus großen Porzellanperlen. „Einige Vorhangwände sind gar beweglich und verändern so die Erscheinung des Hauses, aber auch die Blickachsen und Sichtweisen der Besucher“, erklärte Herkner. „Unser Haus ist offen, flexibel, transparent und transluszent.“ Und Gerald Böse, Vorsitzender der Geschäftsführung der Koelnmesse, sagte im Vorfeld über das Projekt: „Es gibt keine Grenzen, keine Barrieren, keine Ecke, an der man sich stoßen oder hinter der man sich verstecken könnte.“ So wird „Das Haus“ zu einem offenen und freien Wohnraum, ein Zeichen gegen die Tendenz der Abschottung.

Herkner entwirft Showrooms für Marken wie Moroso, Carl Mertens, Pulpo, Rosenthal oder Nya Nordiska. „In meiner Arbeit gehe ich sehr gerne neue Wege, stelle Dinge auf den Kopf oder irritiere“, sagt er. In Köln bekam Herkner eine rund 240 Quadratmeter große Bühne für sein Haus zur Verfügung gestellt. Darauf spielt er vor allem mit Licht und Perspektiven. Kern des Glashauses ist ein offener kleiner Innenhof und Garten, der Begegnungsort für die Bewohner ist. Darum reihen sich die Wände aus Glas und Textilien in konzentrischen Kreisen.

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