Ratgeber : Dübeln für Dummies

Die Auswahl von Dübeln und Schrauben richtet sich nach der Zusammensetzung der Wand.
Die Auswahl von Dübeln und Schrauben richtet sich nach der Zusammensetzung der Wand.

Heimwerker sollten einiges beachten, bevor sie gleich mit einem Bohrhammer anrücken.

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26. Mai 2018, 05:00 Uhr

Es gibt einiges, was Heimwerker lieber einem Experten überlassen sollten. Aber jemanden rufen, um ein Loch in die Wand zu bohren? Doch spätestens bei der Auswahl der Dübel kann etwas Beratung nicht schaden. Der Weg zum richtigen Bohrloch geht über fünf Schritte.

Schritt 1

Nach Rohren und Kabeln suchen. Wer die Wand nicht selbst gebaut hat, weiß auch nicht, wo genau Kabel und Rohre verlaufen. „Bevor Löcher in die Wand gebohrt werden, muss das unbedingt geprüft werden“, warnt Susanne Woelk von der Aktion Das Sichere Haus. Dafür eignet sich ein Kabelsuchgerät. Noch besser sind sogenannte Leitungssucher. „Sie reagieren auf Metall, finden also Kabel, aber auch Gas- und Wasserleitungen, die meist aus Metall sind.“

Schritt 2

Wandbeschaffenheit prüfen. Die Auswahl von Dübeln und Bohrern richtet sich nach der Wand. Wer nicht weiß, was er vor sich hat, kann den Vermieter fragen oder in der Baubeschreibung nachsehen. Ansonsten bleibt nur die Probebohrung. „Am besten verwendet man dafür einen 6-Millimeter-Steinbohrer ohne Schlag“, rät Robert Raschke-Kremer von der DIY Academy.

Die Farbe des Bohrmehls und der Widerstand geben Hinweise auf die Beschaffenheit der Wand: Rotes Bohrmehl und gleichmäßiger Widerstand weisen auf Vollziegel hin, rotes Mehl und wechselnder Widerstand auf Hohlziegel. Weißes Bohrmehl und starker Widerstand sind ein Zeichen für Kalksandstein, weißes Mehl mit kaum Widerstand für Gasbetonstein. Graues Bohrmehl und starker Widerstand sind typisch für Beton, und graues Bohrmehl mit sehr leichtem Widerstand für Gipskarton.

Schritt 3

Dübel und Schraube wählen. Klapp-, Spreiz-, Schuppen- oder Hohlwanddübel: Wer sich hier nicht auskennt, kauft schnell falsch. Laien sollten die Hinweise auf der Verpackung genau lesen. Dort wird erläutert, welcher Dübel sich für welchen Untergrund eignet und welche Schraube passt. Unbedingt beachtet werden muss auch die Gewichtsangabe. Bei sehr schweren Möbeln empfiehlt Raschke-Kremer Dübel, die verklebt werden.

Schritt 4

Anzeichnen. Ist der ideale Platz für Regal, Hängeschrank oder Flachbildfernseher gefunden, müssen die Punkte für die Bohrungen angezeichnet werden. „Dafür brauche ich eine Wasserwaage“, sagt Raschke-Kremer.

Schritt 5

Loch bohren. Nun kann endlich die Bohrmaschine angesetzt werden. „Man muss immer ohne Schlag arbeiten, außer man hat eine Steinwand vor sich“, rät Raschke-Kremer. Für eine Betonwand muss ein Bohrhammer her, ergänzt Woelk. Bei weichen Materialien genüge oft ein Akkubohrschrauber. „Er wird hauptsächlich zum Schrauben benutzt, reicht aber auch aus, um ein Loch in Holz oder Gipskarton zu bohren.“ Gegen das Abrutschen des Bohrers hat Woelk einen weiteren Tipp: „Einfach Heftpflaster oder zwei Streifen Kreppband über Kreuz auf die Bohrstelle kleben. Das gibt Halt, insbesondere auf glatten Oberflächen wie Fliesen.“

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