zur Navigation springen
Bauen & Wohnen

14. Dezember 2017 | 11:14 Uhr

erfrischendes : Badespaß im eigenen Garten

vom
Aus der Redaktion der Zeitung für die Landeshauptstadt

Ob aufblasbare Bassins oder hochwertige Stahlwandbecken: So können Hausbesitzer ihren eigenen Pool planen.

Was gibt es Schöneres als sich an einem heißen Tag im kühlen Nass zu erfrischen? Doch der nächste See ist eine Autofahrt entfernt und das Schwimmbad überfüllt. Warum also nicht das Schwimmbad in den eigenen Garten holen? Der Pool sollte im Terrassenbereich liegen, am besten direkt in der Sonne. Das wärmt das Wasser. Und: „Baue ich meinen Pool in das hinterste Ende des Gartens, kann ich mich mit Frau und Kindern nur noch brüllend unterhalten, während ich ein Bad nehme“, sagt Hans-Georg Biesemann, Poolbauer und Vorstandsmitglied des Bundesverbandes Schwimmbad und Wellness in Köln.

Ob Gartenbesitzer einen Pool ohne Genehmigung bauen dürfen, erfahren sie im örtlichen Bauamt. „Eine Planzeichnung von Grundstück und Pool sind dafür in der Regel ausreichend“, erläutert Eva Reinhold-Postina vom Verband Privater Bauherren. „Diese kann ruhig laienhaft sein, nur die Maße müssen stimmen.“ Die Behörde informiere auch über die notwendigen Abstände zur Grundstücksgrenze sowie über die Wasserentsorgung oder einen Kanalanschluss. „Provisorische Bauten wie aufblasbare Pools brauchen keine Genehmigung“, sagt die Expertin.

Wer sich nicht dauerhaft für einen Pool entscheiden möchte, für den sind Quick-up-Pools eine günstige Lösung. Die meist runden, aufblasbaren Bassins gibt es in jedem Baumarkt für häufig weniger als 100 Euro. Die hochwertigere Alternative sind Stahlwandbecken. „Sie sind relativ leicht aufzubauen“, erklärt Biesemann. „Heimwerker können sich hier also durchaus noch selbst versuchen.“ Die Wasseraufbereitungstechnik ist im Komplettpaket enthalten.

Etwas komfortabler seien Isostone-Becken oder Polystyrol-Steinbecken, die wie die Stahlwandbecken durch eine Folie abgedichtet sind. Diese Pools sind nur noch bedingt zum Selberbauen geeignet. „Spätestens beim Anbringen der Abdichtungsfolie sollte ein Fachmann hinzugezogen werden“, findet Biesemann.

Bei den Fertigbecken, den sogenannten Einstückbecken, ist die Preisgrenze nach oben offen, abhängig von Größe, Material und Ausstattung. Hier sollte man von der Planung bis hin zum Einbau einen Fachmann beauftragen. Egal welche Bauweise, Biesemann rät zu einem Becken, das nicht tiefer als 1,50 Meter ist. „In einem 2 Meter tiefen Becken kann kein Mensch mehr stehen“, sagt Biesemann. Auch eine Treppe als Aufenthaltsbereich sei wichtig. Hier können Kinder prima planschen.

Ein Pool ist eine Gefahrenquelle: Kinder und Haustiere können ins Wasser fallen und im schlimmsten Fall ertrinken. Hans Küpper vom TÜV Rheinland empfiehlt daher eine Abdeckung für das Becken. Außerdem haben Poolbesitzer eine Verkehrssicherungspflicht – das heißt, sie müssen Vorkehrungen treffen, um Schäden anderer zu verhindern. „In diesem konkreten Fall bedeutet das, dass das Grundstück mit einem mindestens 1,20 Meter hohen Zaun eingezäunt sein muss“, erklärt Küpper. „So ist der Pool für Nachbarskinder nicht zugänglich.“

Um Unfälle zu vermeiden, sollten die Ansaugöffnungen von Attraktionen wie Wasserspeiern eine Fließgeschwindigkeit von 0,3 Metern pro Sekunde nicht überschreiten. Die Gitter über den Ansaugöffnungen dürfen keine Löcher größer als drei Millimeter aufweisen. Der Sicherheitsexperte rät außerdem dazu, Einbauleuchten so zu montieren, dass sich Haare nicht verfangen können.

zur Startseite

Gefällt Ihnen dieser Beitrag? Dann teilen Sie ihn bitte in den sozialen Medien - und folgen uns auch auf Twitter und Facebook:

Diskutieren Sie mit.

Leserkommentare anzeigen