Mieter oder Vermieter : Laubfall im Herbst: Wer für das Fegen von Blättern zuständig ist

Rutschfestes Schuhwerk empfohlen: Auf öffentlichen Wanderwegen muss kein Laub gekehrt werden.  Fotos: Pixabay
Rutschfestes Schuhwerk empfohlen: Auf öffentlichen Wanderwegen muss kein Laub gekehrt werden. Foto: Pixabay

Die meisten Menschen erfreut der Anblick des herbstlichen Laubs, das Wege und Parks im Moment bunt färbt. Bei Nässe und Kälte kann es allerdings schnell rutschig werden und muss regelmäßig von Wegen entfernt werden.

Lindenberg_Malin_9595.jpg von
18. Oktober 2018, 12:00 Uhr

Rot- und orangegefärbte Blätter gehören zum Herbst einfach dazu. Das bunte Laub in der Landschaft sorgt bei vielen für gute Stimmung und ist besonders bei Sonnenschein ein beliebtes Fotomotiv. Auf Gehwegen ist die Gefahr allerdings hoch, dass Passanten und Jogger plötzlich ins Rutschen kommen, weshalb die Wege vom Laub regelmäßig befreit werden müssen. Über die Frage, wer dafür zuständig ist, kommt es allerdings immer wieder zu Streitfällen.

Gefahrlose Benutzung des Gehweges muss garantiert werden

Grundsätzlich gilt, dass die Gemeinden die sogenannte Verkehrssicherungspflicht tragen, informieren Experten der Arag Versicherungen. Sie müssen also dafür sorgen, dass die Straßen und Gehwege gefahrlos durch die Bürger genutzt werden können. Sie können diese Pflicht jedoch an die Grundstückseigentümer per Satzung weitergeben, die wiederum bei vermieteten Objekten in den meisten Fällen an die Mieter weitergegeben wird. 

Vermieter sollten darauf achten, dass beim Abschluss eines Mietvertrags die Pflichten für den Räum- und Streudienst einschließlich des Laubfegens eindeutig geregelt sind. Geklärt sein sollte also, dass entweder der Mieter die Aufgabe übernimmt, oder ob die Laubentfernung durch ein professionelles Unternehmen erledigt wird. Ist dies der Fall, ist es durchaus üblich, dass dem Mieter die Reinigungskosten zu seinen Nebenkostenzahlungen hinzugefügt werden.

Teil des Mietvertrags

Mieter müssen die Pflichten zur Räumung und zum Fegen, bzw. die Kosten hierfür allerdings nur dann übernehmen, wenn diese im Mietvertrag verbindlich festgehalten wurden. Sollte es in dem Vertrag keine Regelung geben, so kann der Vermieter dies nicht später nachholen, sondern muss sich selbst darum kümmern und dafür aufkommen, erklärt die Arag Versicherung weiter.

Wer das Laub mit einem handelsüblichen Laubbläser entfernt, sollte die eingeschränkte Nutzungszeit beachten. In Wohngebieten dürfen diese nur zwischen 9 und 13 Uhr und zwischen 15 und 17 Uhr betrieben werden. Foto: Pixabay
Wer das Laub mit einem handelsüblichen Laubbläser entfernt, sollte die eingeschränkte Nutzungszeit beachten. In Wohngebieten dürfen diese nur zwischen 9 und 13 Uhr und zwischen 15 und 17 Uhr betrieben werden. Foto: Pixabay

Auf die Gemeindesatzung kommt es an

Die Uhrzeiten für die Räumpflicht richten sich grundsätzlich nach den Zeiten für den Winterdienst, das heißt also im Normalfall werktags zwischen 7 und 20 Uhr und am Wochenende ab 9 Uhr. Allerdings dürfen Passanten morgens um Punkt 7 Uhr noch nicht damit rechnen, dass der Bürgersteig von Laub befreit ist. Allerdings sind die konkreten Regelungen von Gemeinde zu Gemeinde unterschiedlich, weshalb es ratsam ist, einen Blick auf die Homepage einer Gemeinde zu werfen oder sich mit einem kurzen Anruf über die gültige Satzung zu informieren. Dort erfährt man die Regelung der Zeiten, der Intensität und sonstige Details, also auch z. B. ob nicht nur der Gehweg, sondern auch die Fahrbahn mitgereinigt werden muss.
 

(Mit Material der Arag Versicherung)

zur Startseite

Gefällt Ihnen dieser Beitrag? Dann teilen Sie ihn bitte in den sozialen Medien - und folgen uns auch auf Twitter und Facebook:

Diskutieren Sie mit.

Leserkommentare anzeigen