Tipps zum Entrümpeln und Ausmisten : Aufgeräumt ins neue Jahr

Entrümpeln ist eine gute Idee, doch wo soll man anfangen?  Foto: Bodo Marks/dpa-tmn
Entrümpeln ist eine gute Idee, doch wo soll man anfangen? Foto: Bodo Marks/dpa-tmn

Neues Jahr – neue Vorsätze. Bei vielen steht zum Übergang von 2018 auf 2019 der Wunsch nach einer aufgeräumten Wohnung weit oben auf der Liste.

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01. Dezember 2018, 16:00 Uhr

Mainz/Berlin | „Nach der opulenten Weihnachtszeit besteht oft der Wunsch, sich die Leichtigkeit und Luftigkeit des Frühlings in die Wohnung zu holen“, sagt Sabine Haag, Ordnungscoach und Bloggerin aus Mainz.

Doch wo anfangen? Zunächst gilt es, die Dinge zu erkennen, die die eigenen vier Wände zumüllen. „Gerümpel ist nicht nur Müll“, so Feng-Shui- und Tao-Geomantie-Meisterin Danijela Saponjic aus München. „Es sind meistens Dinge, die wir nicht nutzen, nicht brauchen und vor allem: nicht lieben.“ Und Gerümpel findet sich nicht nur in Schränken oder unter dem Bett, denn auch freie Flächen werden schnell zugemüllt. „Gerümpelecken entstehen immer, wenn es für bestimmte Dinge keine fest definierte Ablage gibt“, sagt Haag. Helfen können zum Beispiel Haken an der Tür, Körbchen für die Post, Schlüsselbrett.

Um Sachen auszumisten, gibt es viele Vorgehensweisen. Egal, für welche man sich entscheidet: „Grundsätzlich gilt es, sich nicht unter Druck zu setzen“, sagt Saponjic. „Wichtig ist es, Schritt für Schritt vorzugehen und nicht allzu streng zu sich zu sein.“ Gleichzeitig sollte das Entrümpeln auch kein Dauerprojekt werden. Ihr Tipp: sich feste Termine von maximal vier Stunden in den Kalender eintragen, für gute Musik, ausreichend Essen und Getränke und - bei Bedarf – auch für Unterstützung sorgen.

Klein anfangen

Auch Aufräumberaterin Rita Schilke aus Berlin empfiehlt, klein anzufangen - und zwar genau dort, wo Unordnung und Platzmangel am meisten stören. „Dann ist die Motivation, etwas zu verändern, am größten. Und das erreichte Ergebnis freut hier besonders und spornt an, an anderen Stellen in der Wohnung weiterzumachen.“ Zunächst sollte man nur einen konkreten Bereich wie ein Schrankfach angehen. „Räumen Sie alles aus, begutachten Sie jedes Teil einzeln und entscheiden Sie, was damit passieren soll.“

Die aussortierten Gegenstände werden dann in maximal vier Kategorien gestapelt: reparieren und ausbessern, spenden und verschenken, entsorgen sowie unentschieden. Schilke empfiehlt, letztere am Ende noch einmal durchzusehen. Wer sich nicht so schnell entscheiden kann, kann diese Dinge auch in einer Kiste auf dem Dachboden lagern, findet Saponjic. Allerdings für maximal ein halbes Jahr. „Wenn ich bis dahin nichts davon benötigt habe, kann es verschenkt oder entsorgt werden.“

Doubletten aussortieren

Für das schnelle Ausmisten zwischendurch hat Haag einen Tipp auf Lager: Doubletten aussortieren. „Sammeln Sie alle Stifte, Kugelschreiber und Flaschenöffner ein, behalten Sie nur so viele, wie wirklich nötig, und geben Sie diesen einen festen Platz.“ Das lässt sich auf viele Gegenstände anwenden.

Wer seine Sachen loswerden möchte, muss sie nicht unbedingt als Müll entsorgen. Flohmärkte und Verkaufsplattformen im Internet können hier eine Lösung sein. Allerdings sollte man dabei nicht den Aufwand unterschätzen, sagt die Feng-Shui-Meisterin. Es kann Wochen dauern, bis sich ein Interessent meldet.

Wem das zu aufwendig ist, dem empfiehlt Haag, sich an einen Service zu wenden, der gegen eine Provision Marken-Kleidung oder Elektronikgeräte im Internet verkauft. Die Bloggerin verschenkt aber auch gerne Sachen, insbesondere Möbel und Dekorationen. „Ich stelle Dinge gerne auf die Straße und freue mich, dass jemand sie adoptiert.“ Auch soziale Einrichtungen nehmen Spenden entgegen, die sie entweder direkt weitergeben oder für den guten Zweck verkaufen.

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