Neue Autos für sie gefahren : XC90 wächst auf Gardemaß

Die Hammerleuchten fallen beim Volvo XC90 besonders auf.
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Die Hammerleuchten fallen beim Volvo XC90 besonders auf.

Schwedisches Oberklassen-SUV kommt mit kleinen, aber kräftigen Vierzylinder-Motoren

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28. März 2015, 07:36 Uhr

Alter Schwede: Seit 2002 rollt Volvos XC90 weltweit und nahezu unverändert durch die Lande. Insgesamt sind es 636  000 Fahrzeuge, von denen 42  000 Stück die deutschen Straßen bevölkern. Doch jetzt ist Schluss mit dem alten Wikinger, ein neuer Schwedenhappen muss her. Der XC90 der zweiten Generation kommt im Juni.

Als Antriebsquelle des Luxus-SUV arbeiten in Zukunft ausschließlich 2,0-Liter-Vierzylinder-Motoren. Kräftemäßig natürlich in ganz verschiedenen Kategorien und alles andere als bescheiden: So leistet der Bi-Turbo-Diesel D5 im neuen XC90 zum Einstiegspreis von 53  400 Euro ordentliche 225 PS bei einer Durchzugskraft von 470 Newtonmetern. Wer es einen Tick sportlicher will, kann den Benziner T6 mit Kompressor plus Turbo (ab 57  700 Euro) bestellen und sich dann über 320 PS freuen. Als Highlight aber bietet Volvo einen Plug  in-Hybrid an, den T8 Twin Engine zu einem Preis ab 76  705 Euro. Mit seinen insgesamt 400 PS Systemleistung bewegt er sich dann in einer Reihe mit den stärksten seiner Kategorie. Bei ihm arbeiten 320 PS aus dem T6 an der Vorderachse sowie 80 PS an der Hinterachse, die ein Elektromotor erzeugt.

Der XC90 wächst mit 4,95 Metern auf Gardemaß und ist damit der längste Pkw in der Volvo-Geschichte. Dabei bietet er maximal sieben Sitzplätze und hat so viel Selbstvertrauen, dass er den Wettbewerb gegen Audi, BMW & Co in seiner Klasse gern annimmt. Fast könnte man sagen: Er zieht mit einem Donnerhall in den Kampf. Denn in Anlehnung an das Werkzeug des nordischen Donnergotts nennt Volvo die T-förmigen Tagfahrleuchte „Thors Hammer“. Die äußere Größe setzt sich natürlich innen fort: Denn Volvo bietet den XC90 auch als Siebensitzer an, wobei auf den hinteren beiden Plätzen Personen bis zu 1, 70 Meter Größe immer noch gut sitzen können. Um diesen Raum zu schaffen, stattet Volvo das SUV mit einer Blattfeder an der Hinterachse aus, so dass dort kein Federbein in den Raum ragt. So passen hinter die dritte Sitzreihe noch 314 Liter Gepäck. Final lässt sich der Laderaum auf knapp 1900 Liter erweitern.

Die XC90 für die ersten Testfahrten zeigten sich mit der feinsten bestellbaren Ausstattung: Edel gesteppte Nähte an den vielfach verstellbaren Ledersitzen, überall ergänzt mit echtem Holz. Dazu eine 1400-Watt-Audio-Anlage mit 19 Lautsprechern. Zentrales Bedienelement ist ein Touchscreen nach Art des iPads, das hochkant in die Mitte des Armaturenbretts eingepasst ist. Von den vorher zahllosen Bedienknöpfen verbleiben gerade noch acht.

Schon nach den ersten Kilometern entpuppt sich der D5-Diesel als perfekter Motor für den XC90. Das souveräne Gleiten in den hohen Gängen der Achtgang-Automatik passt gut zur erhabenen Sitzposition, der tollen Übersicht dank großer Fensterflächen und dem wuchtigen Eindruck, den der XC90 allein schon durch seine Dimension hinterlässt. Dazu kommen die Luftfederung, die Unebenheiten der Teststrecken einfach wegbügelt und natürlich der Allradantrieb, der den großen Volvo auch im Gelände zum zuverlässigen Partner macht.

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