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Crashtest : Wenn ein Volvo in den Graben fährt

vom
Aus der Redaktion der Zeitung für die Landeshauptstadt

Schwedischer Hersteller präsentiert bei spektakulärem Crashversuch in Göteborg die Wirkung eines neuen Sicherheitssystems.

Zurück zu alten Werten, zurück zum alten Motto: Volvo, die sichersten Autos der Welt. Sie waren zwar nie unsicher, aber die „Volvo-Vision 2020“ hat zum Ziel, dass niemand, der mit einem Volvo verunglückt, sich schwer verletzt oder gar stirbt. Am Beispiel des neuen großen SUV XC90, das ab Juni 2015 auf den Markt kommt, zeigte Volvo auf dem Testgelände in Göteborg jetzt bei einem Crashtest ein vollkommen neues Sicherheitssystem. So wie vor 50 Jahren den ersten Volvo-Dreipunkt-Sicherheitsgurt.

Mit Hilfe eines „Ditch“, wie die Schweden den Test liebevoll nennen, sollte das neue „Run off Road“-Schutzsystem demonstriert werden. Es besteht aus zwei Komponenten: Einerseits werden die Passagiere fest in ihrer optimalen Position zu gehalten, andererseits führt Volvo ein einzigartige, energieabsorbierende Funktion in den Sitzen ein. „Damit beugen wir Wirbelsäulenverletzungen vor, die bei dieser Art von Unfällen besonders häufig auftreten“, erläutert Prof. Lotta Jakobsson vom Volvo Cars Safety Centre Göteborg.

Der „Ditch“ fiel deutlich spektakulärer aus als der übliche Chrashtest frontal gegen einen Betonblock. Er sollte vielmehr ein Verlassen der Straße demonstrieren, wie es häufig vorkommt. Dazu kam der XC90 mit Tempo 80 aus der Crash-Halle geschossen und fuhr in einen Graben. Hier lag ein künstliches Hindernis, so dass der er abhob und nach gut 30 Metern spektakulär schräg aufprallte und erst von einem aufgeschütteten Wall gestoppt wurde.

Dabei arbeiteten die Systeme der passiven Sicherheit gut mit: Alle Airbags öffneten sich und die Türen ließen sich problemlos öffnen. Während des gesamten Vorgangs bis zum Aufprall wurden dabei die vorderen Sicherheitsgurte elektrisch so stark wie möglich gestrafft, um die Insassen in der bestmöglichen Sitzposition zu halten.

Neu im Volvo XC 09 ist zwischen Sitz und Sitzrahmen der energieabsorbierende Bereich, der sich mechanisch verformt, um die vertikalen Kräfte abzufedern, die bei einem harten Aufprall des Fahrzeugs abseits der Fahrbahn entstehen. Dadurch lassen sich die Kräfte, die auf die Passagiere einwirken, um bis zu ein Drittel sowie das Risiko ernsthafter und besonders häufiger Wirbelsäulenverletzungen beträchtlich verringern. Im Klartext: Die Passagiere hätten nach dem „Ditch“ allein aussteigen können.

Zur besseren Sicherheit soll auch das neue Bedienkonzept im XC 90 beitragen. Nur noch acht Knöpfe und Schalter finden sich am Armaturenbrett. Alles andere lässt sich über einen 8,5-Zoll-Monitor steuern, der in Optik und Bedienung an ein iPad erinnert. Auch die Anzeigen für den Fahrer werden neu sortiert, die wichtigsten erkennt er im Headup-Display.

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