Straßenverkehr : Was beim Parken zu beachten ist

Nur mit dem Original-Behindertenausweis darf links geparkt werden. Rechts ist ein Parkschein deutlich sichtbar zu platzieren.
Nur mit dem Original-Behindertenausweis darf links geparkt werden. Rechts ist ein Parkschein deutlich sichtbar zu platzieren.

Richtiges Parken ist keine Wissenschaft, aber der Autofahrer kann dabei viele Fehler machen.

svz.de von
21. November 2015, 16:00 Uhr

Richtiges Parken ist keine Wissenschaft, aber der Autofahrer kann dabei viele Fehler machen. Zum Vermeiden von Verwarnungs- oder Bußgeld hat der ADAC ein paar der wichtigsten Regeln zusammengefasst.

❏ Geh- und Radwege sind grundsätzlich keine Parkflächen. Nur wenn es die Beschilderungen oder Markierungen auf dem Asphalt ausdrücklich erlauben, darf ein Auto dort abgestellt werden.

❏ Schnell den Beifahrer in die gerade frei gewordene Lücke zu stellen – das geht gar nicht. Daraus kann sich der Tatbestand einer Nötigung entwickeln. Auch für den Autofahrer, der versucht, die reservierende Person mit seinem Gefährt gewaltsam aus dem Weg zu drängen.

❏ 35 Euro Verwarnungsgeld sind fällig beim Parken auf Behindertenplätzen ohne das Original (!) eines Ausweises, der dies ausdrücklich erlaubt.

❏ In schmalen Straßen ist das Parken gegenüber Grundstücksein- und -ausfahrten nicht zulässig. Ob eine Straße schmal im Sinne dieser Vorschrift ist, richtet sich nach der Behinderung, die das Parken auf der gegenüberliegenden Seite verursacht. Als schmal wird eine Fahrbahn angesehen, wenn sie weniger als 3,50 Meter breit ist, gemessen am Fahrzeug, das einbiegt, und dem Fahrzeug, das gegenüber der Einfahrt geparkt ist.

❏ Grundsätzlich darf nach der Straßenverkehrsordnung nur am rechten Fahrbahnrand geparkt werden. Eine Ausnahme gilt in Einbahnstraßen und wenn am rechten Fahrbahnrand Straßenbahnschienen verlaufen, dann darf auch links geparkt werden.

❏ Selbst ein ordnungsgemäß abgestelltes Auto darf manchmal abgeschleppt werden. Das kann passieren, wenn eine Baustelle eingerichtet wird. Die Schilder müssen aber 72 Stunden vor Beginn des Halteverbots aufgestellt worden sein.

❏ Auch für noch so kurze Besorgungen ist es nicht erlaubt, sein Auto in der zweiten Reihe zu parken, die Ausnahme gilt für Taxifahrer beim Ein- oder Aussteigen der Fahrgäste.

❏ Beim Parken mit Parkscheibe oder Parkschein gilt, dass beide gut sichtbar angebracht sein müssen, auch bei einem Motorrad. Wenn Parkautomat oder Parkuhr defekt sind, darf dort geparkt werden, aber nur für die ausgewiesene Höchstparkdauer.

❏ Ständiges Falschparken ist übrigens kein Kavaliersdelikt: Viele Knöllchen können sich im Flensburger Verkehrsregister zu einem Risiko für den Führerschein summieren. Die Behörden können dann zu einer unangenehmen MPU-Vorladung (medizinisch-psychologische Untersuchung) greifen.

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