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In der Ausstattung GT-Line gelingt dem Kia Picanto ein unübersehbarer Auftritt.
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In der Ausstattung GT-Line gelingt dem Kia Picanto ein unübersehbarer Auftritt.

Kia Picanto bietet in dritter Generation viele Möglichkeiten zur Ausstattung mit Komfort- und Sicherheitsextras.

svz.de von
13. Mai 2017, 16:00 Uhr

Unverändert 3,60 Meter kurz, aber mit schicker Hülle und mehr inneren Werten tritt die dritte Generation des Kia Picanto an. Ungewöhnlich in dieser Klasse ist das umfangreiche Angebot an Komfort- und Sicherheitsausstattungen. Der nur noch als Viertürer angebotene Korea-Mini ist mit einem 1,0-Liter-Dreizylinder-Benziner (67 PS) ab 9990 Euro zu haben. Der 1,2-Liter-Vierzylinder (84 PS) kostet ab 11  890 Euro. In der GT-Line ab 14  990 Euro wird der Picanto zum richtigen Hingucker. Große Luftöffnungen in der Front, LED-Tagfahr- und Rückleuchten, 16-Zoll-Alufelgen, Seitenschweller sowie ein Heckdiffusor mit Doppelrohrauspuff machen was her.

Vorn gibt es großzügig Platz, die Sitze sind bequem. Leider lässt sich das Lenkrad nur in der Höhe verstellen. Im Fond ist das Raumgefühl eingeschränkt. Das Kofferraumvolumen ist auf 255 bis 1010 Liter gewachsen. Beim Umlegen der Rücksitzlehnen entsteht keine Stufe, die Ladefläche ist eben – das ist in dieser Klasse kein Standard.

Gefallen hat uns auch der Fahrkomfort des Winzlings. Der Picanto überzeugt mit einem ausgewogenen Fahrwerk. Bodenunebenheiten werden vergleichsweise gut weggebügelt, der bei solchen kurzen Autos typische „Hoppeleffekt“ fällt sehr gering aus.

So sportiv sich der Picanto zumindest in der GT-Line präsentiert – die Motoren sind eher Hausmannskost für Vernunft orientierte Käufer. Der Dreizylinder kann seine Bauart nicht verleugnen und schnattert vernehmlich. Die 67 PS eignen sich nur für Fahrer, die keinen gesteigerten Wert auf Spritzigkeit legen. In 14,3 Sekunden von 0 auf 100 km/h, 161 km/h Spitze und ein Normverbrauch von 4,2 Litern (mit Start-Stopp) lauten hier die Eckdaten. Für Fahrten im städtischen Umfeld genügt der Dreizylinder allemal.

Wer öfter auf Landstraßen oder Autobahnen fährt, ist mit dem 84 PS starken Vierzylinder besser bedient. Er erreicht Tempo 173, der Standardspurt gelingt in 12 Sekunden. Den Normverbrauch gibt Kia mit 4,5 Litern an. Der für den Herbst angekündigte Turbo-Dreizylinder mit 100 PS dürfte GT-Line und fahrerischen Anspruch besser in Einklang bringen.

Preislich liegt der Picanto auf dem Niveau der Wettbewerber Suzuki Celerio, Opel Karl, Fiat Panda oder VW Up. Allerdings darf man in der untersten Ausstattungsvariante keine großen Komfortansprüche stellen. Aber schon die Dream-Team-Edition (ab 12  690 Euro) bietet eigentlich alles, was man zum Wohlfühlen braucht. Dazu zählen unter anderem Klimaanlage, elektrische Helfer für Fensterheber und Außenspiegel, höhenverstellbarer Fahrersitz, Sitzheizung und ein beheizbares Lederlenkrad.

Käufer mit höherem Budget können noch in einen autonomen Bremsassistenten (aktiv bis Tempo 165), Tempomat, Fahrer-Knieairbag, Klimaautomatik, Navi-Infotainment mit Sieben-Zoll-Touchscreen, Rückfahrkamera oder Vernetzung für das Smartphone samt kabelloser Lademöglichkeit investieren. Die Sieben-Jahres-Garantie dagegen ist wie immer bei Kia serienmäßig.

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