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Auto & Verkehr

11. Dezember 2017 | 18:16 Uhr

Elektroauto : Voll alltagstauglich

vom
Aus der Redaktion der Zeitung für die Landeshauptstadt

Kia bringt mit dem Soul EV eine Elektroversion des Kultautos auf den Markt. Reichweite beträgt über 200 Kilometer.

von
erstellt am 26.Sep.2014 | 20:41 Uhr

Sie sah, kam und wäre am liebsten mit dem Neuen von Kia weggefahren. Es war eine zufällige Situation, mitten in Berlin, doch Inka Bause, RTL-Moderatorin von „Bauer sucht Frau“, nahm die Einladung zum Probesitzen im neuen Soul EV gerne an. Das ist ein Elektroauto? Wie weit kommt er mit voller Batterie? Toll, hier kann ich gut sitzen! Warum nicht, so ein Auto könnte ich mir gut vorstellen. – Es sprudelte nur so aus ihr heraus. Kein Wunder, denn das zweite strombetriebene Modell des koreanischen Autobauers ist ein ansprechendes Fahrzeug. Und das bei einer Reichweite von 212 Kilometern. „Was, das ist ja Klasse“, war die kurze, aber prägnante Antwort von Inka Bause.

Mit dem Soul EV setzt Kia sein Engagement in der Elektromobilität weiter fort. Nach der Einführung des Ray, der 2011 ausschließlich in Korea eingeführt wurde, soll die Elektroversion des kultigen Soul nun für weltweite Beachtung sorgen. Einführung in Deutschland ist im November. Allerdings gehen die Verantwortlichen hier davon aus, dass es eine gewisse Zeit braucht, bis der Soul EV seine Fans, sprich seine Kunden bekommt. „Die Premiere auf dem hiesigen Markt ist für uns eher eine Pilotphase bis Ende 2015, in der wir Erfahrungen sammeln wollen“, stellte Kia-Pressesprecherin Silke Rosskothen fest. Demgegenüber stehen zum Beispiel Norwegen und Frankreich, wo der Absatz deutlich höher als wie im niedrigen dreistelligen Bereich, den man für Deutschland aufgerufen hat, liegen soll. Nicht ganz unbegründet, denn zum Beispiel in Norwegen braucht der Käufer eines Elektroautos keine Mehrwersteuer oder auch keine Maut bezahlen, darf die Bus- und Taxispuren benutzen und auf ausgewiesenen Parkplätzen frei parken.

In Berlin beim ersten Test machte der Soul EV eine gute Figur. Nicht nur mit seinem preisgekrönten Design. So erhielt er für die „normale Variante“ des Soul den Red Dot Design Award, einen der weltweit wichtigsten Design-Preise. Es ist auch das Gefühl von Leichtigkeit und Unverzichtbarkeit. Leicht im Handling eines ausgereiften Elektrofahrzeugs mit vielen Innovationen, ohne das man auf die Annehmlichkeiten bekannter Antriebsarten verzichten muss. Dazu gehört eine Serienausstattung auf höchstem Niveau – von der Klimaautomatik über die Navigation bis zur Sitzheizung. Auch die Fahrleistungen lassen sich sehen. Der Elektromotor mit 110 PS und 285 Nm Drehmoment treibt über ein stufenloses Automatikgetriebe die Vorderräder an und macht den Kia Soul EV zu einem äußerst agilen Elektroauto. So braucht er bei einer Höchstgeschwindigkeit von 145 km/h für den Sprint von 0 auf 100 km/h 11,2 Sekunden. Und mit den 212 Kilometern Reichweite gehört er zu den Besten in der Branche.

Ermöglicht wird diese Ausdauer durch eine Lithium-Ionen-Polymer-Hochleistungsbatterie, die mit einem serienmäßigen On-Board-Charger (6,6 kW Wechselstrom) an einem entsprechend leistungsfähigen 230-Volt-Anschluss in nur vier bis fünf Stunden voll aufgeladen werden. Wenn die Zeit drängt, lässt sich der Akku an einer 50-kW-Schnellladestation in nur 33 Minuten zu 80 Prozent aufladen. An 100-Kilowatt-Stationen, die es bisher in Deutschland nur vereinzelt gibt, verkürzt sich diese Ladezeit auf 25 Minuten.

Ob der Soul EV (ab 30 790 Euro) auch in Mecklenburg-Vorpommern in den Kia-Autohäusern zu sehen ist, bleibt abzuwarten. So können die sich derzeit erst für den Vertrieb bewerben. 60 sollen es deutschlandweit am Ende sein. Bestellen kann man das Modell aber überall oder über das Internet (www.kia.com).




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