Hybridwagen : Vielseitiger VW Passat GTE

An der Ladesäule oder Wallbox lässt sich der entleerte Akku des VW Passat GTE in weniger als einer halben Stunde wieder zu 80 Prozent aufladen.
An der Ladesäule oder Wallbox lässt sich der entleerte Akku des VW Passat GTE in weniger als einer halben Stunde wieder zu 80 Prozent aufladen.

Mittelklässler mit Plug-in-Hybrid kann 50 Kilometer rein elektrisch fahren oder auch besonders sportlich.

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22. August 2015, 16:00 Uhr

Der VW Passat GTE gehört zur Hybrid-Gattung „Plug-in“, kommt also mit Kabel und Stecker zum Aufladen. Rein elektrisch und emissionsfrei kann er bis zu 50 Kilometer zurücklegen. Insgesamt erlauben der 50-Liter-Tank des 166-PS-Benziners und die volle Batterie des 115-PS-Elektromotors rund 1100 Kilometer Reichweite, folglich von Flensburg bis Berchtesgaden.

Dezente Designmerkmale markieren den Unterschied zwischen dem GTE als Limousine und Variant und den übrigen Passat-Modellen. Ein schmaler blauer Streifen begrenzt den oberen Chrom-Kühlergrill. Blau ist die Farbe der E-Mobiltät von Volkswagen. Im Innenraum setzt sichdas Stilmittelmit blauer Ambientebeleuchtung, dem Multifunktionslederlenkrad mit blauen Ziernähten, einem GTE-Schaltknauf mit blauen Nähten und Sitze mit ebenfalls blauer Grundstruktur fort. Platz für Passagiere und Gepäck ist reichlich: Trotz des Platzbedarfs für Lithium-Ionen-Akku und Elektroantrieb können sich 650 bis 1780 Liter Ladevolumen sehen lassen.

Die Elektronik steuert verbrauchsoptimiert die Einsätze von Benzinmotors, Elektroaggregat und Batterie. Alles im Sinne des Fahrers, alles selbsttätig. An der 230-Volt-Steckdose wird die leere Batterie mit 2,3 kW in 4:15 Stunden geladen, an Ladestationen mit 3,6 kW in 2:30 Stunden.

Vier Fahrprogramme des Hightech-VW werden durch die Tasten „E-Mode“ und „GTE“ links vom Schaltknauf angesteuert. Das Anfahren übernimmt grundsätzlich der Elektromotor. Fahren unter Strom geht bis 130 km/h, das wird den Akku allerdings zügig leer saugen. Sparfüchse dürfen sich freuen, wenn sie – moderat – rein elektrisch fahren. Bei einem Preis von 28,81 Cent pro Kilowattstunde und einem Verbrauch von 12,2 Kilo-wattstunden kosten 100 Kilometer nur 3,50 Euro.

Im Modus „Hybridbetrieb“ nutzt der Passat den E-Motor oder den Benziner TSI oder beide für den Antrieb. Im Modus „Battery Charge“ lädt der TSI die Hochvoltbatterie, um bei geplanter Stadteinfahrt voll elektrisch unterwegs sein zu können. Die Bremskraftrückgewinnung speist dann besonders intensiv die Batterie. Nach Druck auf die „GTE“-Taste legen sich TSI und E-Motor gemeinsam ins Zeug. Mit 218 PS, 7,9 Sekunden Sprintzeit auf Tempo 100 km/h und 225 km/h Spitze zeigt der Öko-Passat seine agile Seite.

Der Passat GTE kostet ab 44  250 Euro, kommt dafür aber schon mit umfangreicher Ausstattung: u. a. LED-Scheinwerfer, City-Notbremse und Multikollisionsbremse. Der FrontAssist erkennt kritische Abstandssituationen und warnt bei Gefahren optisch, akustisch und durch einen Bremsruck. Über „App-Connect“ wird das Smartphone mit dem GTE vernetzt. So lassen sich Funktionen wie Beginn des Ladens der Batterie bei günstigen Stromtarifen oder die Klimatisierung des Innenraums vor Fahrtantritt fernsteuern. Auch können Ladestatus, Fahrdaten und Parkposition abgerufen werden. Das Smartphone kann kontrollieren, ob die Türen geschlossen und verriegelt sind und das Licht ausgeschaltet ist.

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