zur Navigation springen
Auto & Verkehr

13. Dezember 2017 | 21:53 Uhr

Kia Stonic : Und noch ein kleines SUV

vom
Aus der Onlineredaktion

Kia Stonic ergänzt das Angebot in der boomenden Fahrzeug-Kategorie zu Preisen ab 15 970 Euro.

Mit dicken Dingern wie Mercedes ML oder BMX X5 ging alles los: Höhergelegte Kombis mit echter oder angedeuteter Geländefähigkeit trafen den Kundengeschmack. Die Gattung der SUV breitete sich aus wie ein Computervirus, eroberte Mittel- und Kompaktklasse und macht sich nun im Heer der Kleinwagen breit. Da will Kia nicht fehlen und schickt den Stonic zu Preisen ab 15 970 Euro ins Rennen.

Das SUV teilt sich seine Gene mit dem braven Kia Rio. Design-Altmeister Peter Schreyer (Ex-Audi)schneiderte dem nur 4,14 Meter langen Stonic ein Kleid, das sich zwar nicht wesentlich von den vielen anderen seiner Art unterscheidet, aber dennoch einige Hingucker zu bieten hat. Seitlich überrascht der lange Radstand, der minimale Überhänge an Bug und Heck übrig lässt.

Ein Hochstapler ist der Stonic keineswegs. Mit 1,52 Metern ist er sogar flacher als manch anderer Rivale, vermittelt aber dank guter Rundumsicht eben jene Erhabenheit, die SUV-Jünger so schätzen. Erfreulich ist das gute Platzangebot auch auf den Rücksitzen und im Kofferraum mit 352 bis 1155 Litern. Das Cockpit ist mit recht hartem Kunststoff bezogen – wie üblich bei Autos dieser Preisklasse.Übertrieben hat Kia mit der unübersichtlichen Belegung des Lenkrads und der beiden Stockhebel: Schier zahllose Knöpfe, Schalter und Funktionen. Serienmäßig ist der 7-Zoll-Monitor, der sich mit dem Smartphone koppeln lässt und damit auch ein Navigationssystem von Apple oder Google einbringt. Ein eigener elektronischer Wegweiser ist ab 690 Euro zu haben, inklusive DAB-Radio und Rückfahrkamera.

Im Test-Stonic wartete ein kleines Turboherz auf den Befehl mittels Startknopf. Der Einliter-Dreizylinder mit seinen 120 PS überraschte schon nach den ersten Metern, klingt alles andere als blechern, hängt gut am Gas. Später auf der Landstraße verträgt der Kia klaglos hohe Gänge zum Spritsparen. Gelungenes Downsizing also, was dem rund 1100 Kilo leichtem Auto gut steht. Dank des recht tiefen Schwerpunkts und einer straffen Lenkung kommt auf Wunsch sogar eine Art Sportlichkeit auf, wenn es im Kurvengeschlängel um Richtungswechsel geht.

Allrad gibt es nicht, dafür optional einige Assistenzsysteme, zumeist in Ausstattungspaketen. Beispiele sind eine piepsende Spurhaltewarnung, Notbremsassistent, Einparkautomatik, Querverkehrswarnung beim Ausparken oder automatische Fernlichtsteuerung.

Natürlich werden nur wenige Stonic für den Grundpreis von 15 790 Euro den Besitzer wechseln. So um die 20 000 Euro sollte man schon an Kia überweisen, um einigermaßen komfortabel und sicher im Mini-SUV unterwegs zu sein. Die teuerste Version, die dann kaum Wünsche offenlässt, kostet schon 25 590 Euro.

Daten & Preise: Kia Stonic

4-türiges, 5-sitziges SUV; Länge/ Breite/Höhe/ Radstand: 4,14 m/1,76 m/1,52 m/2,58 m, Kofferraum: 352-1155 Liter.

Benziner

1,0-Liter-Dreizylinder-Turbo: 88 kW120 PS, 0-100 km/h in 10,3 Sek., Höchstgeschwindigkeit: 185 km/h, Normverbrauch: 5,0 l/100 km, 115 g CO2/km, EU6; ab18 390 Euro.

1,2-Liter: 62 kW/84 PS, 13,2 Sek., 165 km/h, 5,2 l/100 km, 118 g CO2/km, EU6; ab 15 790 Euro.

1,4-Liter: 73 kW/99 PS, 12,6 Sek., 172 km/h, 5,5 l/100 km, 125 g CO2/km, EU6; ab 17 390 Euro.

Diesel

1,6-Liter: 81 kW/110 PS, max. Drehmoment: 260 Nm bei 1500-2750 U/min, 11,3 Sek., 180 km/h, 4,2 l/100 km, 109 g CO2/km, EU6; ab 20 090 Euro.

 
zur Startseite

Gefällt Ihnen dieser Beitrag? Dann teilen Sie ihn bitte in den sozialen Medien - und folgen uns auch auf Twitter und Facebook:

Kommentare

Leserkommentare anzeigen