Über 50 Jahre Trabigeschichten

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10. Januar 2008, 06:05 Uhr

Rennpappe, Plastikbomber, Geh-Hilfe – kaum ein Auto hat so viele Spitznamen wie der Trabant. Nicht gehen oder Zug fahren zu müssen, war damals Luxus. Dafür nahm man einiges in Kauf: kalte Füße im Winter, Verrenkungen, um auf Reserve schalten zu können, ein hohes Pannen-Risiko und lange Wartezeiten beim Kauf.
Doch der geübte DDR-Bürger fügte sich nicht in sein Schicksal. Frau oder Freundin opferten Strumpfhosen opfern, denn die eigneten sich hervorragend als Ersatz für gerissene Keilriemen. Mutter, Vater und irgendeine Tante ohne Führerschein füllten eine Trabant-Bestellung aus, so stand alle fünf Jahre eine neue Rennpappe vor der Tür. Der neue Trabi-Besitzer freute sich über den Fahrzeugbrief und baute rund um die Fahrgestellnummer ein neues Auto auf.
Ob Auslandsreise, Panne oder Trabant-Auslieferung – auch die Leser unserer Zeitung verbinden mit der Pappe, die es in so exotisch klingenden Farben wie Baligelb oder Champagnerbeige gab, viele Erinnerungen.

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