Ratgeber : Technische Mängel am Auto

Wird man langfristig glücklich oder unglücklich mit dem Wagen? Mittels regelmäßiger Checks können Unfälle durch technische Fehler in der Regel minimiert oder gar verhindert werden.
Wird man langfristig glücklich oder unglücklich mit dem Wagen? Mittels regelmäßiger Checks können Unfälle durch technische Fehler in der Regel minimiert oder gar verhindert werden.

Um Unfälle zu vermeiden, raten Experten, regelmäßig Reifenprofil und -alter, Bremsen und den generellen Zustand des Autos zu prüfen.

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04. Juni 2017, 16:00 Uhr

Immer wieder kommt es zu Unfällen wegen technischer Mängel an Autos. Fahrer müssen ihren Wagen daher regelmäßig durchchecken (lassen). Folgende Punkte sind dabei zu beachten:

GENERELLER ZUSTAND DES AUTOS

Der Fahrer ist verpflichtet, den Zustand eines Autos zu kennen. „Selbst wenn ich ein fremdes Auto fahre, bin ich als Fahrer in der Pflicht, mich über den Zustand informiert zu haben“, sagt Herbert Engelmohr vom Automobilclub von Deutschland (AvD).

REIFENPROFIL

Fahrer und Halter müssen dafür sorgen, dass die Reifen die gesetzliche Mindestprofiltiefe von 1,6 Millimeter nicht unterschreiten. Bei einem Unfall können unter Umständen beide haftbar gemacht werden: „Wenn Fahrer und Halter nicht identisch sind, kann auch der Halter verantwortlich gemacht werden, wenn er Kenntnis von Mängeln hatte“, erklärt ADAC-Sprecherin Katrin Müllenbach-Schlimme.

Das gelte nicht nur für die Reifen. Der ADAC rät, Sommerreifen nicht auf weniger als 3 Millimeter herunterzufahren. Unter anderem verschlechtern sich ansonsten die Nässeeigenschaften deutlich. Einen Check können die Autofahrer mit einer 1-Euro-Münze machen, indem sie diese an verschiedenen Stellen der Lauffläche in das Profil stecken. Ihr drei Millimeter breiter Messingrand sollte dabei ganz darin verschwinden.

Genauer sind Messungen mit einem Reifenprofiltiefenmesser. Den gebe es meist kostenlos bei einem Reifenhändler.

REIFENALTER

Ein Höchstalter bei Autoreifen ist nicht vorgeschrieben. Allerdings rät der ADAC dazu, die Reifen nach acht bis zehn Jahren auszutauschen, weil nach dieser Zeit erfahrungsgemäß die Wahrscheinlichkeit eines Defekts steige. Das Reifenalter lässt sich anhand der DOT-Nummer auf einer Reifenflanke erkennen. Die letzten vier Stellen stehen für das Produktionsdatum mit Produktionswoche- und Jahr. Die Ziffern „0916“ etwa bedeuten: Der Reifen stammt aus der neunten Woche 2016.

BREMSEN

Der Fahrer hat die Bremsen zu kontrollieren. Bei einem Unfall ist laut AvD-Experte Engelmohr zu bedenken: „Neben der Haftung besteht oftmals auch Regresspflicht.“

Das bedeute, dass sich Versicherungen das Geld, das sie zahlen müssen, vom Verursacher zurückholen.

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