Neue Autos für Sie gefahren : SUV im Sportdress

Der Coupé-Ableger des Mercedes-SUV GLE wirkt formal gelungen und eigenständig.
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Der Coupé-Ableger des Mercedes-SUV GLE wirkt formal gelungen und eigenständig.

Mercedes-Benz legt bei den schrägen Geländewagen nach: Im Herbst kommt das GLC Coupé.

Auf den kurvigen Bergstraßen des Aostatals fühlt sich das neue Mercedes-Benz GLC Coupé schnell pudelwohl. Der Spagat, der Offroadgattung mehr Sportlichkeit zu verleihen, ohne die SUV-Vorzüge ganz aufzugeben, ist gelungen. Im September erweitert das Modell zu Preisen ab 49  444 Euro die Auswahl im Markt der schrägen Geländewagen, die von BMW mit dem X6 „erfunden“ wurden und deren Erfolg die Branche durchaus überraschte. Mercedes war hier spät mit dem GLE-Coupé gefolgt.

Das fein gezeichnete Blechkleid mit sanft abfallender Dachlinie ist im Vergleich zum normalen GLC sieben Zentimeter länger, vier Zentimeter breiter und rund vier Zentimeter niedriger. Dadurch steht der Neuling satt auf der Straße und erhält eine eigene Note. Der Kofferraum fällt mit 500 Litern um 50 Liter kleiner, der maximale Laderaum mit 1400 Litern um rund 200 Liter kleiner aus als beim Bruder.

Im Innenraum fühlt man sich auf Anhieb wohl. Fahrer und Beifahrer finden bequeme Leder-Sessel in hochwertigem Ambiente vor. Die Bedienelemente geben keine Rätsel auf. Standardmäßig an Bord sind eine Zwei-Zonen-Klimaautomatik, ein Multimediasystem mit 7-Zoll-Display und eine Rückfahrkamera. Letztere ist auch notwendig, denn die Sicht nach hinten ist durch das schmale Heckfenster über dem in die Höhe gestreckten Heck mehr als bescheiden.

Unter der Haube des getesteten 250d arbeitet ein 2,1-Liter-Diesel mit 204 PS und 500 Newtonmeter Drehmoment. Die Kraft gelangt wie bei den beiden anderen zum Start bereitstehenden Verbrenner-Varianten – dem vorläufigen Einstiegs-Diesel GLC 220d mit 170 PS und dem Benziner GLC 250 mit 211 PS – über eine Neungang-Automatik permanent an alle vier Räder. Der Benziner ist das Einstiegsmodell, die Diesel beginnen bei 49  980 und 51  289 Euro. Dabei wird es vermutlich kaum bleiben. Sehr zu empfehlen ist das Fahrassistenz-Paket Plus für 2499 Euro unter anderem mit dem Abstandstempomat inklusive Lenk-Assistent und Stop&Go-Pilot, Brems-Assistent mit Fußgängererkennung, Totwinkel- und Spurhalte-Assistent.

Das immerhin über 1,8 Tonnen schwere GLC 250 d Coupé ließ überraschend handlich durch Serpentinen dirigieren und blieb dabei stets komfortabel. Die Luftfederung „Air Body Control“ (2261 Euro Aufpreis) passt kontinuierlich die Dämpfer an und bietet eine Rundum-Niveauregulierung, die von sehr komfortabel bis sportlich straff einstellbar ist. Die zweite lohnende Alternative zum serienmäßigen Sportfahrwerk heißt „Dynamic Body Control“, eine adaptive Stahlfederung, die die Dämpfung ebenfalls für jedes Rad separat in Millisekunden an die Fahrsituation anpasst. Der Fokus liegt hier mehr auf Sportlichkeit als bei der Luftfederung. Insgesamt gelingt dem GLC 250d eine souveräne Vorstellung.

Nach dem Marktstart legt Mercedes schnell nach. Es folgen auf Diesel-Seite der GLC 200d mit 136 PS sowie der 350d mit 258 PS. Dazu kommen der Benziner GLC 300 mit 245 PS, die noch nicht näher spezifizierte AMG-Variante GLC43 als Top-Version und der Plug-in-Hybrid GLC 350e mit 320 PS Systemleistung.

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