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Berechnungen Umweltbundesamt : Stickoxid-Werte bleiben in fast 70 Städten zu hoch

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Das Bundesumweltministerium hält ein Software-Update für Dieselautos für unzureichend. Auch nach der Umsetzung der beim Dieselgipfel beschlossenen Maßnahmen, bleibt die Stickoxid-Belastung in einem Großteil deutscher Städte zu hoch. Das ergeben Berechnungen des Umweltbundesamts (UBA).

svz.de von
erstellt am 23.Aug.2017 | 12:28 Uhr

Die Luft in fast 70 deutschen Städten bleibt nachEinschätzung des Bundesumweltministeriums auch nach Umsetzungder beim Dieselgipfel beschlossenen Schritte schmutziger als erlaubt.

Software-Updates für eine bessere Abgasreinigung und Umtauschprämienfür ältere Diesel senken nach Berechnungen des Umweltbundesamts (UBA)die Belastung mit gesundheitsschädlichem Stickoxid um bis zu sechsProzent. Das reiche aber nur in etwa 20 betroffenen Städten, um dieStickoxid-Werte unter die Marke von 40 Mikrogramm pro Kubikmeter imJahresmittel zu drücken, teilte das Ministerium am Mittwoch mit.Damit drohen weiterhin Diesel-Fahrverbote.

Bei seinen Berechnungen ging das UBA laut Mitteilung davon aus, dasszwischen 3,5 und 5 Millionen Besitzer neuerer Diesel der AbgasnormenEuro 5 und 6 das freiwillige Update an der Motorsoftware vornehmenlassen. Die Experten rechneten mit einer Minderung desStickoxid-Ausstoßes zwischen 15 und 25 Prozent durch die Updates.

Die Wirkung der Umtauschprämien für Besitzer älterer Diesel, die sichneue Modelle zulegen, schätzen die Experten auf null bis zweiProzent. «Deutlich höher wäre die Wirkung, wenn die Prämie nur fürden Kauf sehr sauberer Fahrzeuge eingesetzt würde», hieß es in derMitteilung. Prämien gibt es derzeit auch für neue Euro-6-Diesel, dieim Alltagsgebrauch deutlich schmutziger sind als im Labor.

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