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Auto & Verkehr

13. Dezember 2017 | 08:31 Uhr

BMW : Spaß wird mit „M“ geschrieben

vom
Aus der Redaktion der Zeitung für die Landeshauptstadt

„M“ ist der magische Buchstabe, der bei BMW auf die „Freude am Fahren“ noch eine gehörige Portion Spaß und Sportlichkeit draufsetzt. Vom Werkstuner kommt nun ein neues Kraftwerk, das M2 Coupé mit 370 PS, die schlanke 1500 Kilo zu bewegen haben. Dieses Verhältnis verspricht ebenso wie die Optik des Renners atemberaubende Dynamik. Mit tief heruntergezogener Frontschürze, gierigen Lufteinlässen, breiten Radhäusern sowie vier Endrohren lässt dieser BMW keinen Zweifel daran, wofür er geschaffen wurde: Schnell fahren.

Das geht am besten auf einer Rennstrecke, weshalb BMW zur Erprobung ins kalifornische Laguna Seca eingeladen hat. Sonor brabbelnd aus dem Hochleistungs-Sechszylinder wartet dort unser M2 Coupé darauf, dass ihm die Sporen gegeben werden. Die Aufwärmrunde gibt Vertrauen, das Sportgerät lenkt extrem zackig ein, die 265er Walzen an der angetriebenen Hinterachse – entliehen von M3/M4 – kleben am Asphalt. Das lässt sich ändern, wenn man die berüchtigte Korkenzieher-Kurve (links blind über eine Kuppe, dann scharf rechts und steil abwärts) nicht mit angemessenem Respekt angeht. Im Sport-Plus-Modus mit sehr tolerantem ESP kann bei Tempoüberschuss schon mal die Haftung abreißen.

Zum Glück gibt’s hier große Auslaufzonen – oder den „Sport“-Modus ohne +, aber mit wachsamerer Elektronik. Der M2 bietet phänomenale Querdynamik mit hohen Reserven, die Kraft aus dem willig drehenden Motor lässt sich auf jedem Meter auskosten.

Das M2 Coupe ist ein kompromissloses Auto, das den Einstieg in die „M“-Welt etwas erleichtert, aber immer noch mindestens 56  700 Euro kostet. Erwähnt sei noch, das die Fahrmaschine mit Extras aufwartet, die zu grobem Unfug animieren wie die „Smokey Burnout“-Funktion. Damit kann man bei rollendem Fahrzeug die Hinterräder durchdrehen lassen und Gummi verbrennen. Auch leichte Drifts werden vom „M Dynamic Mode“ unterstützt.

Ach so, der Normverbrauch liegt bei 7,9 Litern. Wer den Wert erreicht, braucht diesen Spaßmacher nicht. Braucht man überhaupt so ein Auto? Natürlich nicht, ebenso wenig wie Luxus-Kreuzfahrten, Sterneküche, Champagner oder Designerklamotten – aber was wäre das Leben ohne gelegentliche Unvernunft und den Traum von schönen Dingen?

„M“ wird bei BMW auch in kleineren Portionen gereicht. Der ab 65  400 Euro bestellbare X4 M40i markiert die neue Spitze der Münchner SUV-Coupé-Baureihe. Dieses Fahrzeug gehört zu den M-Performance-Modellen, ist also kein echter „M“ und muss auf diverse dem Motorsport entliehenen Elemente verzichten. Das bedeutet aber nicht, dass der neue X4 untermotorisiert anrollt. Der 3,0-Liter-Sechszylinder aus dem bisherigen X4-Topmodell 35i wurde mit allerlei Modifikationen auf 360 PS und 465 Newtonmeter Drehmoment getrimmt.

Das genügt für den kernigen Sprint in 4,9 Sekunden von 0 auf 100 km/h, in der Spitze liegt Tempo 250 an. Im Vergleich zum M2 geht hier die Kraftentfaltung aber vergleichsweise unaufregend vonstatten. Souveränität bei angenehmem Komfortniveau hat im X4 M40i Vorrang vor ruppiger Sportlichkeit. Dennoch macht der Zwei-Tonner Laune auf kurvigen Strecken. Fahrwerk, Bremsen und Lenkung wurden auf das neue PS-Potenzial abgestimmt. Mit strafferen Federn und Stabilisatoren reduzierten die M-Ingenieure die bei Fahrzeugen mit hohem Aufbau typische Wankneigung. Dazu ist der Allradantrieb hecklastig ausgelegt und so fühlt sich der X4 in Fahrt mehr wie ein Sportwagen, denn wie ein Offroader an. Optisch kleidet sich der Sport-X4 dezent und begnügt sich mit 19-Zöllern, Endrohren aus Edelstahl und ein paar grauen Farbakzenten an Außenspiegeln, Nierengrill und Frontschürze.

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