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Autos im Test: Seat Ateca : Spanier rustikal

vom
Aus der Redaktion der Zeitung für die Landeshauptstadt

Seat bringt sein erstes SUV auf den Markt: Ateca basiert technisch auf dem VW Tiguan. Preise ab 19 900 Euro

svz.de von
erstellt am 23.Jul.2016 | 16:00 Uhr

Lange hat ein Seat auf dem lukrativen SUV-Markt gefehlt. Nun schließt der Ateca diese Lücke: frisch, knackig und im typischen Ibero-Design. Der Spanier lockt mit reichlich Elektronik, einem ordentlichen Platzangebot und einer Prise Dynamik. Bei allen technischen Übereinstimmungen wirkt der 4,36 Meter lange Ateca doch ganz anders als sein gerade überarbeiteter SUV-Bruder VW Tiguan.

Design-Chef Alejandro Mesonero-Romanos drückt das so aus: „Er ist sofort als Seat erkennbar, und doch ist jedes Element konsequent für ein SUV neu gestaltet.“ Dieser Anspruch beginnt beim großen Grill und den scharf gezeichneten Leuchten und setzt sich bis zum Heck mit der tief eingezogenen Fläche für das Nummernschild und den seitlich hochgezogenen LED-Leuchten fort.

Die Passagiere haben viel Bewegungsfreiheit, der Kofferraum fasst bei voller Bestuhlung 510 Liter (485 Liter bei den Allradversionen). Im fahrerorientierten Cockpit dominiert ein bis zu acht Zoll großes Infotainment-Display, die Bedienstruktur ist einleuchtend. Mit einem Schalter auf der Mittelkonsole lassen sich die Profile Normal, Sport, Eco und Individual ansteuern. Bei den Allrad-Modellen gibt es zusätzlich die Modi Schnee und Offroad sowie Bergabfahrkontrolle. Die elektrisch betriebene Heckklappe lässt sich mit einer Fußbewegung öffnen und schließen.

An Fahrerassistenz herrscht kein Mangel im Ateca: Von der radargesteuerten Geschwindigkeitsregelung ACC über die City-Notbremsfunktion mit Fußgängererkennung bis zum Stau- und Fernlichtassistenten reicht das Angebot. Ein 360-Grad-Bild aus mehreren Kameras erleichtert das Einparken und Rangieren. Das Smartphone lässt sich kabellos laden und auf den Monitor spiegeln, eine Vorlesefunktion trägt Nachrichten aus Mails, SMS und den Accounts von Facebook oder Twitter vor.

Bei ersten Testfahrten gibt das Seat-SUV eine überzeugende Vorstellung. Es lässt sich ebenso entspannt wie engagiert bewegen, zeigt auch in schnellen Kurven keine Schwächen und bügelt Fahrbahnunebenheiten anständig weg.

Bei den Benzinern gibt es die Auswahl zwischen zwei Motoren: einem 1,0-Liter-Dreizylinder-Turbo mit 115 PS ab 19  990 Euro und einem 1,4-Liter-Vierzylinder mit 150 PS, der als Handschalter und mit DSG jeweils mit Front- oder Allradantrieb zu haben ist und mindestens 24  700 Euro kostet. Das Dieselprogramm startet mit dem 1,6-Liter-Turbomotor mit 115 PS ab 23  190 Euro und bietet noch den Zweiliter-TDI mit 150 PS mit den gleichen Getriebe- und Antriebsoptionen wie beim größeren Benziner ab 27  560 Euro. An der Spitze steht der 190 PS starke TDI, der ab 35  580 Euro grundsätzlich mit einem Siebengang-DSG und Allradantrieb gekoppelt ist.

Daten & Preise Seat Ateca

  • 4-türiges, 5-sitziges SUV, Länge/Breite/Höhe/Radstand: 4,36 m/1,84 m/1,63 m/2,63 m, Leergewicht: 1548 kg, Zuladung: 627 kg, Kofferraum: 485 Liter.
  • 1.6 TDI: Frontantrieb, Vierzylinder-Diesel mit 85 kW/115 PS, max. Drehmoment: 250 Nm bei 1500-3000 U/min, 0-100 km/h in 10,5 Sek., Höchstgeschwindigkeit: 184 km/h, Normverbrauch: 4,3 Liter, 112 g CO2/km; ab 23  190 Euro.
  • 2.0 TDI 4Drive: Allradantrieb, Vierzylinder-Diesel mit 110 kW/150 PS, 340 Nm bei 1750 - 3000 U/min, 8,6 Sek., 196 km/h, 4,9 l, 128 g CO2/km; ab 29  410 Euro.
  • 1.0 TSI: Dreizylinder-Benziner mit 85 kW/115 PS, 200 Nm bei 2000-3500 U/min, 10,5 Sek., 183 km/h, 5,2 l, 119 g CO2/km; ab 19  990 Euro
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