Scirocco wiederbelebt: IROC

VW präsentiert die Neuinterpretation der erfolgreichen Coupé-Idee – die Studie Iroc.
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VW präsentiert die Neuinterpretation der erfolgreichen Coupé-Idee – die Studie Iroc.

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04. April 2008, 04:25 Uhr

Vor 33 Jahren präsentierte Volkswagen in Genf den Scirocco, von dessen erster Generation später weltweit mehr als eine halbe Million produziert wurden. Im vergangenen August nun präsentierte VW die Neuinterpretation der erfolgreichen Coupé-Idee – die Studie Iroc.

Das Konzept ist eng verwandt: Der Scirocco der ersten Generation war ein für viele Menschen realisierbarer Traumwagen. Denn er war ein automobiler Superstar der 70er, von Giorgetto Giugiaro gestylt und mit vollwertigen vier Sitzplätzen, ordentlichem Kofferraum, großer Heckklappe und viel Selbstbewusstsein ausgestattet. Der Iroc greift diese faszinierende Idee wieder auf. Auch wenn er kein klassisches Coupé, sondern ein progressiv designter Sportwagen mit extrem langem Dach und vergleichsweise steilem Heck ist. Unter dem Strich verbindet der Iroc hochgradige Alltagstauglichkeit, Fahrspaß und expressives Design zu einem möglichen VW von morgen.

Die Studie zeigt zahlreiche Feinheiten im Detail. Beispiel Lackierung: Das verwendete Grün ist eine Hommage an den Ur-Scirocco, für den exakt dieser Farbton ab 1976 besonders typisch war. Damals wie heute heißt er „viperngrün metallic“. Dieses krasse Grün des Iroc wirkt besonders in Verbindung mit den kontrastreichen Schwarztönen der Studie.

Beispiel Karbon: Das zentrale Dachelement besteht aus einem dunkel getönten Glas; getragen von einer karbonbeschichteten Struktur. Eine Karbonoberfläche weisen auch die Seitenschweller auf. Die von außen sichtbare Struktur des Schwellers setzt sich nahtlos im Innenraum fort.

Mit seinen kurzen Überhängen nutzt der Iroc den Radstand von 2680 Millimetern effizient für das Raumangebot innen aus. Angetrieben wird er von einem TSIMotor, intern Twincharger genannt. Die Schaltarbeit übernimmt das Doppelkupplungsgetriebe DSG.

Dass der Iroc ein Auto ist, das voll und ganz auf Dynamik ausgelegt wurde, zeigt die neue Designsprache der Studie. Am stärksten wird diese Positionierung mit einem Blick auf die Frontpartie klar. Einen Kühlergrill in dieser Form hat es bislang nie zuvor für einen Volkswagen gegeben. Als sechseckiger Lufteinlass konzipiert, reicht der Grill tief hinunter bis in die dunkle Bugschürze. Die A-Säulen selbst sind von vorn kaum auszumachen, da die Frontscheibe extrem breit ist und die Säulen nach vorn hin überdeckt. Darüber hinaus ist es die unsichtbare B-Säule, die auffallend markante C-Säule und das hier eingebettete hintere Seitenfenster, die gemeinsam mit der scheinbar endlos langen Dachlinie eine ganz eigene Präsenz und Dynamik vermitteln. Die flachen Seitenscheiben strecken die kompakte Karosserie des Iroc.

Das Interieur wurde kompromisslos für den potentiell sportlichen Einsatz abgestimmt: vordere Schalensitze mit integrierten Fünfpunktgurten und Zentralschloss, in dunklem Acryl-Gehäuse schimmern bläulich die beiden Hauptinstrumente aus jeweils zwölf leuchtenden Stäben; sie erzeugen eine dreidimensionale Segmentierung innerhalb der Instrumente.

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