Rinspeed Squba – Land unter im Roadster

Rinspeed präsentiert den tauchenden Sportwagen Squba - das passende Gefährt für wässrige Aussichten.
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Rinspeed präsentiert den tauchenden Sportwagen Squba - das passende Gefährt für wässrige Aussichten.

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04. April 2008, 03:57 Uhr

Man muss sich das ungefähr so vorstellen: Es gurgelt und blubbert, Wasser schießt in den Roadster, steigt einem bis zur Halskrause und dann über den Kopf – Hilfe, wir gehen unter! Zum Glück sind Taucherbrillen und Sauerstoffflaschen an Bord

Die Zukunft des Menschen, so heißt es, liegt im Wasser. Und zwar im Guten wie im Bösen: Zu den Visionen vom nahrungsspendenden Aquafarming gesellt sich leider auch die Angst vor steigenden Meeresspiegeln. Und ausgerechnet ein Schweizer (wo die doch gar keine Küsten haben!) präsentierte nun auf dem Genfer Salon das passende Gefährt für die wässrigen Aussichten: den tauchenden Sportwagen Squba.

Solche Premieren der etwas abgedrehten Art haben Tradition im Hause Rinspeed. Auch die letzten Heimspiele nutzte Firmengründer und Querdenker Frank Rinderknecht für allerlei Seltsamkeiten: 2004 schwebte der „Splash“ nach Verlassen der Straße dank Tragflügel und Propellern einen halben Meter überm Wasser weiter. Ein Jahr später erforschte der mit Erdgas betriebene „Senso“ mittels „Zen-sorik“ die Stimmung der Passagiere und hob die Laune mit Musik, Düften und sich verändernden Interieurfarben. 2006 wurde ein 911er-Cabrio von Porsche zum „zaZen“ mit freundlichem Grinsen, Bootsheck und durchsichtiger Dachkuppel aus Makrolon umgemodelt – um auch bei 290 Sachen „im Sitzen zu meditieren“, so die Bedeutung des Namens. Und letztes Jahr folgte mit dem „eXasis“ eine gläserne Zigarre mit 150 Biosprit-gefütterten Pferden.

Nun also der Squba. Der sieht nur von außen noch aus wie eine Lotus Elise. Auf der Straße wird der Zweisitzer von einem Elektromotor mit maximal 68 PS über die Hinterräder angetrieben. Das genügt dem 900-Kilo-Leichtgewicht für eine Sprintzeit von 7,1 Sekunden auf Tempo 100 und eine Spitze von mehr als 120 km/h, immerhin.

Auf See aber schwimmt der Roadster zunächst einmal, angetrieben von zwei Heckpropellern mit jeweils 800 Watt Leistung. Bis man den Fluten eine oder beide Türen öffnet und gleichzeitig die beiden rund 5PS starken, ebenfalls aus einer Lithium-Ionen-Batterie gespeisten Wasserturbinen anlaufen lässt. Dann geht es rasant abwärts, bis zu zehn Meter tief, und gelenkt wird über die beiden Propeller. Schaltet man den U-Boot-Modus aus, taucht die Elise von selbst wieder auf. Der einzige Nachteil: Nachdem er dem nassen Element entstiegen ist, dauert es gut einen Tag, bis die Sitze wieder richtig trocken sind. Und kaufen kann man das gute Stück leider auch (noch?) nicht...

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