Bulliger Bestseller : Renault legt das Mini-SUV Captur neu auf

Optisch dezent entwickelt: Der neue Renault Captur orientiert sich stark am Vorgänger.  Foto: Renault
Optisch dezent entwickelt: Der neue Renault Captur orientiert sich stark am Vorgänger. Foto: Renault

Erstmals auch als Plug-in Hybrid erhältlich

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09. November 2019, 16:00 Uhr

Wolfgang Wieland Sie sind modern, beliebt und haben für ihre überschaubare Größe viel zu bieten. Das relativ neue Segment der City-SUVs gehört in den letzten fünf Jahren zu den großen Gewinnern in der Automobilszene. Einer der Vorreiter ist bereits seit 2013 der Renault Captur, der mit über 1,5 Millionen verkauften Fahrzeugen ein echter Bestseller ist. Im Januar 2020 kommt das neue Modell, das dann ab 17 950 Euro kostet.

Tja, wie sieht er denn nun eigentlich aus, der neue Renault Captur? Begriffe wie bullig, dynamisch und ausdrucksstark sind eigentlich viel zu plattitüd, passen aber irgendwie doch. Äußerlich orientiert er sich schon stark am Vorgänger, hat diese schön hohe Schulterlinie und das flache Dach mit dem dezenten Heckspoiler, was durch die aus 90 wählbaren Zweifarb-Lackierungen noch unterstrichen wird. Gewachsen ist er, um elf Zentimeter in der Länge auf 4,23 Meter. Auch der Radstand hat um drei Zentimeter zugelegt, der beträgt nun 2,64 Meter. Wie viel Platz dann aber die bis zu drei Passagiere in der zweiten Sitzreihe für ihre Beine haben, hängt hier vom Gepäck ab: Praktischerweise lässt sich die Rückbank um bis zu 16 Zentimeter verschieben, so fasst der Kofferraum dann zwischen 422 und 1275 Liter Gepäck, Rekord in dieser Fahrzeugklasse.

Zum Marktstart stehen vier Motoren zur Wahl. Drei Benziner (101, 131 und 154 PS) und ein Diesel mit 116 Pferdestärken. Alle haben Zwangsbeatmung mit Turboladern und Frontantrieb. Wer nach einem Allradantrieb fragt, bekommt ein freundliches „non“ vom Renault-Händler, aber das wird wohl kaum passieren, da das ganz grobe Gelände vom Klientel eh nicht gewählt wird. Ein strahlendes „Oui!“ bekommt man nach der Frage zum Thema Hybrid-Technologie. Ab dem Frühjahr des kommenden Jahres wird der erste Plug-in-Hybrid in einem Renault zu haben sein. Renault hat sich mit Nissan und Mitsubishi zusammengetan und 150 Patente registrieren lassen.

Der 1,6-Liter-Benzinmotor wird dabei von Elektromotoren unterstützt und so leistet das System 150 PS. Im Stadtverkehr sollen so 65 Kilometer reinelektrisch möglich sein.

Wir haben den mittleren Benziner mit 131 PS und Handschaltung getestet. Dieser war erstaunlich dynamisch und hat viel Fahrspaß vermittelt, obwohl die technischen Daten dies nicht sofort erwarten ließen. 10,6 Sekunden benötigt der 1,3 Tonner für den „Sprint“ von null auf 100 Stundenkilometer. Die Höchstgeschwindigkeit endet knapp unter 200 km/h, bei 195 km/h. Der werksseitig angegebene Verbrauch liegt bei durchschnittlich 5,6 Litern Super auf 100 Kilometer. Das entspricht einer CO2-Emission von 128 Gramm für jeden gefahrenen Kilometer. Auf kurvenreichen Landstraßen und mit einem nicht zögerlichen Gasfuß lag der Wert auch kaum darüber.

Wolfgang Wieland

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