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Auto & Verkehr

14. Dezember 2017 | 11:17 Uhr

Im Test : Pkw bremst besser als Motorrad

vom
Aus der Redaktion der Zeitung für die Landeshauptstadt

Gewinner des Vergleichs ist der Pkw, gefolgt von Wohnanhänger-Gespann, Motorrad, Kleintransporter und Wohnmobil

Besser als ein Personenwagen bremst keiner. Das ist Ergebnis des jüngsten Bremsentests, bei dem der ADAC mehrere Vertreter unterschiedlicher Fahrzeugklassen miteinander verglichen hat. Gewinner des Vergleichs ist klar der Pkw, gefolgt von Wohnanhänger-Gespann, Motorrad, Kleintransporter und Wohnmobil.

Ermittelt wurde, wie schnell die Fahrzeuge vollbeladen aus einer Geschwindigkeit von 80 km/h zum Stehen kommen. Auf dem letzten Platz mit dem längsten Bremsweg landete wenig überraschend der mit vierzig Tonnen Gesamtgewicht antretende Lkw. Dennoch: Trotz eines Bremswegs von 36,2 Metern bewertet der Autoclub die Verzögerungsleistung des Lastwagens mit dem Hinweis auf seine große Masse als „nicht schlecht“. Mit einem Bremsweg von 23,2 Metern schnitt ein VW Golf am besten ab, vor einem BMW    X3 mit 23,5 Metern. Im Gespann mit Wohnanhänger stoppte der X3 bei 25,2 Metern und lag damit immer noch knapp vor dem Motorrad, das nach 25,3 Metern zum Stillstand kam.

Als eher mäßig bezeichnet der ADAC den Bremsweg für den Transporter Mercedes Sprinter mit 28,0 Metern und für das Wohnmobil Dethleffs Globebus T4 mit 29,8 Metern.

Aus diesen unterschiedlichen Bremsergebnissen entstehen laut ADAC besonders dann risikoreiche Situationen, wenn Fahrzeuge unterschiedlicher Kategorien die notwendigen Mindestabstände nicht einhalten. Wenn also zum Beispiel ein Motorrad oder ein Lkw zu dicht auf einen Pkw auffahren. Deshalb fordert der Autoclub die serienmäßige Ausrüstung aller Fahrzeuge mit Abstands- sowie Auffahrwarner und Notbrems-Assistenten, nicht nur im Lastwagen. Auch wer aus dem gewohnten Pkw in ein anderes Fahrzeug wechselt, etwa in einen Miettransporter beim Umzug oder ein Wohnmobil im Urlaub, sollte sich die unterschiedlichen Bremsleistungen bewusst machen und gegebenenfalls auf einsamer Straße ausprobieren, um im Ernstfall keine bösen Überraschungen zu erleben.

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