Pivo II – der elektrische Cityfloh

Der Nissan Pivo, ein innovativer Dreisitzer mit Elektroantrieb und einer um 360 Grad drehbaren Fahrgastkabine.
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Der Nissan Pivo, ein innovativer Dreisitzer mit Elektroantrieb und einer um 360 Grad drehbaren Fahrgastkabine.

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04. April 2008, 04:09 Uhr

Der Nissan Pivo, ein innovativer Dreisitzer mit Elektroantrieb und einer um 360 Grad drehbaren Fahrgastkabine, war eine der großen Überraschungen der Tokyo Motor Show 2005. Zwei Jahre später präsentiert Nissan die Studie Pivo II. Der umweltfreundliche Cityfloh bündelt modernste Antriebstechnik und benutzerfreundliche Lösungen. Mit Hilfe eines menschlich angehauchten Roboter-Assistenten entsteht sogar eine völlig neue Beziehung zwischen Auto und Fahrer.

Wie schon beim Original-Pivo bildet auch beim Pivo II eine drehbare Kabine mit drei Sitzplätzen das zentrale Rückgrat. „Drive-by-wire“-Technologien ersetzen bei Lenkung, Bremsen und Getriebe mechanische Verbindungen wie Antriebswellen oder Hydraulikzylinder durch elektrische Leitungen. Zu den neuen Sicherheitssystemen zählen ein Rundum-Monitor (AVM) und ein Abstands-Kontrollsystem (DCAS).

Untersuchungen haben ergeben, dass positiv gestimmte Fahrer weniger häufig in Unfälle verwickelt sind als schlecht gelaunte Zeitgenossen. Auf Basis dieser Erkenntnis zielte Nissan darauf ab, vom Auto selbst positive Schwingungen ausgehen zu lassen. Im Pivo II dient der Roboterassistent „RA“ als Vermittler zwischen Mensch und Auto. In dieser Funktion soll er Gefühle von Vertrauen und Zuneigung erzeugen. Sein „Gesicht“ lugt von der linken Seite des Instrumentenbretts in Richtung Fahrerplatz. Der RA „spricht“ nicht nur mit dem Piloten, sondern hört ihm auch zu. Mit Hilfe der Konversation und neuartiger Technologien zur Gesichtskontrolle schließt der RA auf die aktuelle Gemütsverfassung des Fahrers. Neben der Bereitstellung von wichtigen Informationen ist er daher auch darauf programmiert, je nach Situation den Fahrer entweder aufzuheitern oder zu beruhigen.

Der Pivo II besticht zudem durch sein intelligentes Raumkonzept. Schon das Exterieur setzt ein starkes Design-Statement. Scheibenförmige Radnabenmotoren an allen vier Rädern machen die Installation von Antriebsaggregaten im Innern der Karosserie überflüssig. Dank der komplett drehbar auf dem Fahrgestell gelagerten Kabine können Passagiere aus jeder beliebigen Richtung in den Pivo II einsteigen. Der Fahrersitz ist zentral angeordnet, dahinter finden zwei Reisende auf einer Sitzbank im Stil eines Clubsessels Platz.

Der Instrumententräger ist in die elektrisch betätigte Vordertür integriert; zugleich fährt beim Öffnen der Tür die Lenksäule nach oben. Durch die drehbar gelagerten Fahrgastzelle ist Wenden oder rückwärts fahren nicht mehr nötig – es reicht, die Glaskuppel in die gewünschte Richtung zu drehen. Dank des streng symmetrisch ausgelegten Unterbaus schaut der Fahrer so immer nach vorne.
Durch eine individuelle Steuerung der Elektromotoren kann der Pivo II auch bei Bedarf (z.B. enge Parklücken) wie ein Krebs seitlich bewegen.

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