Insignia Sports Tourer : Opel zeigt Größe

Das Cockpit ist übersichtlich gestaltet und wertig eingerichtet.
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Das Cockpit ist übersichtlich gestaltet und wertig eingerichtet.

Der Insignia Sports Tourer gefällt mit viel Platz, guter Ausstattung und überzeugendem Fahrverhalten.

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26. Mai 2018, 16:00 Uhr

Schon mit seiner imposanten Länge signalisiert das Opel-Flaggschiff Selbstbewusstsein. Der Insignia streckt sich auf 4,99 Meter, ohne jedoch protzig zu wirken. Sogar die Sports Tourer genannte Kombi-Version strahlt eine gewisse Leichtigkeit aus. So passt der Name auch besser als die historische Bezeichnung „Caravan“ zu Zeiten, als sich Kombis noch alles andere als agil zeigten.

Bei diesen beachtlichen Außenmaßen ist das luftige Raumgefühl in unserem Testwagen keine Überraschung. Vorne wie hinten genießen Passagiere viel Platz und sitzen ausgezeichnet. Besonders Vielfahrer werden das vorbildlich geformte Gestühl schätzen lernen.

Das Ladevolumen des gut zugänglich Kofferraum fällt mit maximal 1665 Liter allerdings nur durchschnittlich aus, mehr Platz ist angesichts der schnittigen Silhouette wohl nicht herauszuholen. 600 Kilo Zuladung indes reichen für alle Bedürfnisse. Gut gefallen haben uns ein klar strukturiertes Cockpit, die leichte Bedienbarkeit und ein wertig eingerichteter Innenraum.

Die im Vorjahr erschienene zweite Insignia-Generation hat gegenüber dem Vorgänger bis zu 200 Kilo abgespeckt und so hat der in unserer Version installierte größte Diesel mit 170 PS wenig Mühe, den Opel-Kombi in flotte Fahrt zu versetzen. 400 Nm Drehmoment schieben mächtig an, in 9,2 Sekunden ist Tempo 100 erreicht. In der Spitze ist bei 220 km/h Schluss. Mit der Gangwahl der Achtgang-Automatik waren wir nicht immer zufrieden, sie wirkte oft etwas unschlüssig. Schade bei einem sonst sehr souveränen und kultivierten Antrieb. Der Testverbrauch geht mit rund sieben Litern bei gemäßigter Fahrweise gerade noch in Ordnung.

Fahrwerk und Lenkung hinterließen einen überzeugenden Eindruck, der große Rüsselsheimer lässt sich agil bewegen und bietet gleichzeitig sehr guten Federungskomfort. Unangenehm fallen die ab etwa 100 km/h immer stärker vernehmlichen Abrollgeräusche auf.

Auf der Höhe der Zeit ist der Opel bei Fahrer-Assistenz und Infotainment. Die Systeme erkennen Fußgänger, lassen den Insignia bei Stop-and-go teilautonom fahren oder sichern den Spurwechsel. Empfehlenswertes Extra ist angesichts der Dimensionen und der mäßigen Übersichtlichkeit der Karosserie eine Rückfahrkamera (390 Euro) oder das Park-&-Go-Premium-Pakets (ab 990 Euro) mit 360-Grad-Kamera. Auch verbaut Opel optional ein echtes Head-up-Display, das die Daten in die Frontscheibe spiegelt und nicht wie etwa beim VW Passat auf eine schnöde Plastikscheibe. Das passt zum Opel-Anspruch, mit diesem Insignia im Premiumsegment Fuß zu fassen.

Daten & Preise

Opel Insignia Sports Tourer
2.0 Diesel: 4-türiger, 5-sitziger Kombi der Mittelklasse; Länge/Breite/Höhe/Radstand: 4,99 m/1,86 m (mit Spiegeln 2,09 m)/1,50 m/2,83 m, Kofferraum: 560 – 1665 Liter. 2,0-Liter-Diesel, 8-Gang-Automatik, 125 kW/170 PS,max. Drehmoment: 400 Nm bei 1750 – 2500 U/min, 0-100 km/h: 9,2 Sek., Höchstgeschwindigkeit: 220 km/h, Normverbrauch: 5,7 Liter/100 km, 150 g CO2/km, EU 6, Testverbrauch: 7,1 Liter, ab 30 920 Euro mit Handschalter, ab 34 600 Euro mit Automatik (Edition-Ausstattung erforderlich), Basisbenziner mit 140 PS ab 26 995 Euro.
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