Ampera-e : Opel will die Elektromobilität erschwinglich machen

Mit dem Ampera-e unternimmt Opel einen neuen Anlauf in der Elektromobilität.
Mit dem Ampera-e unternimmt Opel einen neuen Anlauf in der Elektromobilität.

svz.de von
12. März 2016, 16:00 Uhr

Opels Antwort auf VW e-Golf und BMW i3 steht in den Startlöchern. Das strombetriebene Fahrzeug der Rüsselsheimer wird wieder Ampera heißen, diesmal mit dem Zusatz „e“. Schließlich schöpft der Neue seine Energie ausschließlich aus dem Akku und verzichtet anders als der 2011 eingeführte erste Ampera auf einen Verbrenner als Reichweitenverlängerer. Dieser 38  000 Euro teure E-Opel war technisch interessant, aber kommerziell wenig erfolgreich.

Der fünftürige Ampera-e soll ab 2017 deutlich günstiger werden und vieles besser machen als die Wettbewerber auf dem Markt: Mehr als 320 Kilometer Reichweite, viel Platz für fünf Personen sowie ein massentaugliches Karosserie-Design.

Technisch ist der Ampera-e mit dem kürzlich vorgestellten Chevrolet Bolt identisch. Die 4,17 Meter lange US-Version bietet 478 Liter Kofferraum, auch das Rüsselsheimer Pendant lässt auf viel Platz hoffen, das hohe Dach auf reichlich Kopffreiheit. Weitere Eckdaten: Elektro-Frontmotor mit 150 kW/204 PS und 360 Nm maximalem Drehmoment, 1,6 Tonnen schwer, in sieben Sekunden von 0 auf 100 km/h und bis zu 145 km/h schnell. Die Stromzufuhr erfolgt über Lithium-Ionen-Zellen mit 60 kWh Kapazität und nähert sich damit sogar der Basis-Variante der Oberklasse-Limousine Tesla Model S (70 kWh). Mit Starkstrom soll eine 80-Prozent-Ladung in 60 Minuten möglich sein, an der Haushalts-Steckdose sind es dann aber doch neun Stunden.

In den USA soll der Bolt 30  000 US-Dollar kosten, also rund 26  500 Euro. Erfahrungsgemäß kommen nach dem Transfer über den Atlantik ein paar Euro dazu. Opel-Chef Dr. Karl-Thomas Neumann verspricht jedoch: „Die bisherigen Nachteile wie zu hohe Preise und zu geringe Reichweiten sind jetzt endlich passé – der Opel Ampera-e öffnet der Elektromobilität ganz neue Perspektiven.“

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