Mercedes Kompakt-SUV : Ohne Ecken und Kanten

Mehr Platz im Innenraum: Der GLC ist ein ideales Reisemobil.
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Mehr Platz im Innenraum: Der GLC ist ein ideales Reisemobil.

Mercedes passt den GLK an das Design der C-Klasse an. Neuer GLC kommt im September ab 44 500 Euro.

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08. August 2015, 16:00 Uhr

Kurz nach dem GLE in der Klasse der großen SUV startet Mercedes schon das nächste hochbeinige Modell – eine Nummer kleiner. Wer mit dem Kürzel GLC nichts anfangen kann, sollte sich den Vorgänger GLK in Erinnerung rufen: den seit 2008 angebotenen kompakten Geländewagen, der mit vielen Ecken und Kanten längst nicht jedem gefiel.

Beim neuen GLC ist das ganz anders: Die abgerundete Karosserie kommt sehr gefällig daher, mit leichten Ähnlichkeiten zu Audi Q5 und den Porsche-SUV. Der GLC ist eindeutig als geländegängiger Bruder der C-Klasse auszumachen, läuft ebenso in Bremen-Sebaldsbrück vom Band. Die Außenlänge wuchs im Vergleich zum GLK um knapp zwölf Zentimeter und liegt mit 4,66 Meter nun zwischen GLA (4,42 m) und GLE (4,82 m). Nimmt man noch die Breite (1,89 m) und die Höhe (1,64 m) hinzu, sind die Außenmaße des GLC nahezu identisch mit denen von Audi Q5, BMW X3 und Porsche Macan. Ähnlichkeiten gibt es auch in den Preislisten: Mit einem Grundpreis von 44  500 Euro liegt der billigste GLC 250 (211 PS) etwa auf dem Level eines Audi Q5, der mit 225 PS und Achtgang-Tiptronic 45  800 Euro kostet. Der BMW X3 liegt mit 184 PS bei 42  150 Euro, der Porsche Macan kostet mindestens 59  120 Euro.

Der GLC bringt serienmäßig eine Neun-Stufen-Automatik mit. Das neue Wandlergetriebe ersetzt die 7G-Tronic und sorgt bei schneller Fahrt für niedrigere Drehzahlen – das kommt direkt dem Verbrauch zugute. Zum Marktstart gibt es die Auswahl zwischen zwei Dieselmotoren (170 und 204 PS) und einem Benziner mit 211 PS. Während die Leistung stieg, gingen die Normverbräuche um bis zu 19 Prozent zurück. Bei den beiden Dieselmotoren sollen im Idealfall zwischen 5,0 und 5,5 Liter durch die Einspritzdüsen rauschen.

Standard beim GLC ist auch der Allradantrieb, doch fürs Gelände ist der Mercedes viel zu schade. Im komfortablen Innenraum fühlen sich vier bis fünf Personen auch auf längeren Strecken wohl. Fürs Wohlbefinden sorgt auch die straffe Fahrwerksabstimmung. Da schaukelt nichts – anders als beim 16 Zentimeter höheren GLE.

Im Mercedes-Katalog stehen nun fünf Modelle mit dem „G“: der kleine GLA aus der A-Klasse, der GLC aus der C-Klasse, der GLE (ehemals M-Klasse, den es auch als Coupé in BMW-X6-Bauweise gibt), der große GL und zu guter Letzt der Urahn aller Mercedes-Geländewagen, die seit 1979 gebaute G-Klasse.

Die nächste Neuheit im Mercedes-Jahr des SUV: Die Neuauflage des GL, die als GLS in die S-Klasse einsortiert werden soll. Aber sind SUVs nicht längst out? „Nein“, sagt Drummond Jacoy, aus Schottland stammender Chef der GLC-Entwicklung. „Der SUV-Markt boomt weltweit.“ Im ersten Quartal 2015 habe Mercedes ein Drittel mehr verkauft als im Jahr davor – von den Autos mit dem „G“ im Namen.

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