Kindersitze : Oft ist auf der Rückbank zu wenig Platz

Zwei Kindersitze sind kein Problem, aber in der Mitte wird es oft eng.
Zwei Kindersitze sind kein Problem, aber in der Mitte wird es oft eng.

Zwei Kindersitze passen locker in jedes Auto, doch bei dreien wird es schon schwierig. Dadurch ergeben sich schnell viele Probleme.

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22. August 2015, 16:00 Uhr

Kindertransporte im Auto sind eine Herausforderung – vor allem, wenn im Fond mehr als zwei Junioren samt Kindersitzen platziert werden müssen. Ein Duo lässt sich problemlos auf den beiden Außenplätzen unterbringen, doch meistens ist der Platz in der Mitte für einen dritten Sitz schlicht zu eng ausgelegt. Die Stiftung Warentest wollte es genau wissen und untersuchte deshalb 86 gängige Fahrzeuge darauf, wie viele Kindersitze ohne größere Schwierigkeiten untergebracht werden können.

Die Tester bauten dabei drei unterschiedliche Kindersitze ein: Eine Babyschale (für Säuglinge bis zu einem Gewicht von 13 kg), einen Gruppe-1-Isofixsitz (Kinder von neun bis 18 kg) und einen mitwachsenden Sitz für größere Kinder. Zu ihrer eigenen Überraschung stellten die Tester fest, dass selbst ein Familienauto wie zum Beispiel der Citroen C3 Picasso auf der zweiten Reihe zu wenig Platz für einen Sitz in der Mitte aufweist. Der dritte Sitz musste deshalb auf dem Beifahrersitz montiert werden und der Beifahrer fand zwischen den beiden Sitzen hinten nur unbequem Platz.

Um die Babyschalen auf dem Beifahrersitz montieren zu können, muss der Airbag abgeschaltet werden. Dies ist beim Mercedes Citan Kombi allerdings gar nicht und bei der C-Klasse-Limousine nur gegen Aufpreis möglich, stellten die Tester fest. Auch bei Volvo ist die Airbag-Deaktivierung kostenpflichtig. Mitunter bereitet aber auch die Technik Probleme, den Airbag auszuschalten. So verlangt zum Beispiel der Fiat 500 L Trekking einen komplizierten Gang durch das Menü des Bordcomputers. Bei anderen Modellen ist der Beifahrersitz grundsätzlich für den Kindertransport gesperrt.

Positiv schnitten die großen Vans von Citroen, Peugeot, Seat und VW ab, die ausreichend Platz für den dritten Kindersitz im Fond bieten. Als besonders praktisch erwiesen sich Opel Zafira Tourer und Skoda Roomster, bei denen sich die Fondsitze längs verstellen lassen. Die Test lobten auch den Hyundai i30 Wagon, der im Kapitel „Familientauglichkeit“ den größeren i40 übertrifft.

Als besonders praktisch haben sich nicht erst bei der aktuellen Untersuchung die Isofix-Sitze erwiesen, und deshalb raten die Tester, die Sitze zu nutzen, wenn die entsprechenden Befestigungen vorhanden sind. Meistens sind die beiden hinteren Außenplätze mit diesen Ösen ausgestattet, die mitunter allerdings erst gesucht werden müssen. Einige Modelle besitzen sogar drei Isofix-Ösen auf den hinteren Plätzen. Die vollständige Untersuchung kann über www.test.de abgerufen werden.

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