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Auto & Verkehr

17. November 2017 | 20:42 Uhr

Smart : Nordfriesische Gelassenheit

vom
Aus der Redaktion der Zeitung für die Landeshauptstadt

Daimler-Tochter Smart stellt auf Föhr ein neues Modell vor und die Einheimischen nehmen kaum Notiz von dem automobilen Engagement

svz.de von
erstellt am 30.Mai.2015 | 09:00 Uhr

Geplant war die Überfahrt im Konvoi. Mit der Fähre von Dagebüll nach Wyk auf Föhr. Eine Reihe von nagelneuen Smart Forfour. Einer nach dem anderen. Gebucht für 14.05 Uhr ab Dagebüll. Das wird aber nichts. Die Reederei hat den Tross für 15 Uhr gebucht. Und zeigt sich auch nicht sonderbar interessiert an dieser Autoshow. Was nicht überrascht bei rund 240  000 Fahrzeugen und zwei Millionen Gästen, die jährlich auf die Insel und zurück transportiert werden. Da kann man schon mal im Bordrestaurant einen Pharisäer ausschenken, in dem der Rum fehlt. Nordfriesische Gelassenheit.

Also geht es in Etappen auf die Insel, wo die neue Modellreihe des Kleinwagens aus dem Daimler-Konzern ein Gastspiel gibt. Sogar eine kleine Weltpremiere: Der Smart mit vier Türen ist jetzt auch mit Doppelkupplungsgetriebe und dem 61-PS-Basisbenziner zu haben. Der Sparmeister mit einem Verbrauch zwischen 4,2 und 4,7 Litern ist ideal für den überschaubaren Verkehr auf der grünen Insel. Auf Straßen, die eng und endlich sind. Straßen, auf denen auch schon mal der Mittelstreifen und die Außenbegrenzung fehlen. Autofahren ist hier Vertrauenssache. Unter das Motto „Smart for Föhr“ hat Daimler-Kommunikations-Manager Joachim Franz Kutscher die Nordfriesland-Offensive des Stuttgarter Konzerns gestellt. Kutscher gibt sich gelassen. Wie ein Nordfriese. „Der Smart fühlt sich hier wohl“, will der Kommunikationschef festgestellt haben.

Gewöhnlich präsentieren die Automobilkonzerne ihre neuen Modelle im Süden Europas oder unter kalifornischer Sonne. Insofern ist dieser Auftritt auf Föhr schon etwas Besonderes. Smarte Pausen legt die Forfour-Kolonne an der Strandbar „Pitschis“, so eine Art Kopie der Sylter Sansibar, und am „Alten Landhaus“, eines der besten Restaurants auf der Insel, ein. Übernachtet wird im „Rackmers Hof“ im Ortsteil Oevenum. Die Smart-Präsentation bringt Geld auf die Insel. Großzügig zeigen sich die Ordnungsbehörden. Foto-Shootings an der Strandpromenade oder am Yachthafen werden mündlich genehmigt. „Das ist nicht überall so“, weiß Pressechef Kutscher.

Ach ja, dann wäre da noch das Auto. Ein Smart als Viertürer. Es überrascht nicht, dass es auf den beiden hinteren Plätzen recht eng zugeht. Da kommen die kurzen Insel-Fahrten gerade recht. Gute Noten gibt es für den Motor, der wie das ganze Auto einer Kooperation zwischen Daimler und Renault entstammt: Er ist sparsam, leise und zeigt erstaunliches Durchzugsvermögen.

Der Forfour wird in den Grundversionen zu Preisen zwischen 11555 und 15055 Euro angeboten. Je nach Ausstattungsvariante können schon einmal gut gern 18  000 und auch 19  000 Euro zusammenkommen. Angeboten wird die Modellreihe mit 61-, 71- und 90-PS-Varianten. Der smart-Kolonne hat Föhr wieder verlassen. Komplett hintereinander, auf einer Fähre. Auf dem Rückweg ist häufig vieles einfacher. Auch im nordfriesischen Fährverkehr.

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