Auto im Test : Nissan Leaf läuft länger denn je

Der größere Stromvorrat macht den Nissan Leaf noch alltagstauglicher.
Der größere Stromvorrat macht den Nissan Leaf noch alltagstauglicher.

Mit der neuen Batterie kommt das kompakte Elektrofahrzeug jetzt bis zu 250 Kilometer weit.

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09. Januar 2016, 12:42 Uhr

Für das Modelljahr 2016 hat Nissan seinem Leaf eine neue Batterie mit 30 kWh Kapazität spendiert. Die Reichweite gemäß dem Neuen Europäischen Fahrzyklus (NEFZ) beziffert der japanische Hersteller nun mit 250 Kilometern statt bisher 199 mit den 24-kWh-Akku. Auch das Navigations-System des Leaf wurde überarbeitet und lässt sich intuitiver bedienen.

Für die Testfahrt mit dem gelifteten E-Mobil wählte Nissan selbstbewusst Strecken in den See-Alpen oberhalb von Nizza. Dabei ging es immerhin etwa 80 Kilometer stetig bergauf, ohne dass auf dem Gipfel eine Ladestation warten würde. Nach diesem nicht gerasten, aber auch nicht „geschlichenen“ Anstieg zeigt die Batterie-Anzeige noch 35 Prozent Stromvorrat.

Die gleiche Strecke zurück erwies sich als Nullsummenspiel: Nach den ersten steilen Abwärtsfahrten stieg die Ladung auf 50 Prozent, nach einer Weile Autobahn waren es wieder 35 Prozent – nach einer Gesamtstrecke von knapp 160 Kilometern. Das kann sich sehen lassen. Nach offiziellen Hersteller-Zahlen hat die Reichweite des Nissan Leaf um 26 Prozent zugenommen.

Erinnert werden muss aber an die Tatsache, dass die individuelle Reichweite maßgeblich von variablen Faktoren wie der Außentemperatur, den Einstellungen von Klimaanlage oder Heizung, dem persönlichen Fahrstil, dem Streckenprofil und dem Alter der Batterie abhängt.

„Das meistverkaufte Elektroauto der Welt wird jetzt noch besser“, verspricht Paul Willcox, Chairman Nissan Europe. Für viele europäische Kunden, denen bislang noch Vertrauen zu Elektroautos gefehlt habe, werde der Leaf mit 250 Kilometern Reichweite nun zur ersten Wahl. Der Hersteller ist von der Leistungsfähigkeit der neuen Batterie derart überzeugt, dass auf die Batterie eine Garantie von acht Jahren bzw. 160  000 Kilometer Laufleistung gewährt wird.

In etwa 30 Minuten ist die Batterie zu 80 Prozent wieder aufgeladen. Der restliche Ladeprozess bis zu den vollen 100 Prozent dauert länger. Nissan hat das bewusst so eingerichtet, um die Batterie zu schonen und ihre Langlebigkeit zu bewahren. Den Kunden steht derweil eine Batterie-Miet-Option offen. Die monatliche Miete beträgt 79 Euro bei einer jährlichen Fahrleistung bis zu 12  500 Kilometern. Die Anschaffungskosten reduzieren sich in diesem Fall um 5900 Euro auf 28  060 Euro.

Auch im Bereich von Unterhaltungs- und Navigations-Elektronik hat sich etwas getan: In den Ausstattungslinien „Acenta“ und „Tekna“ ist die neuste Version des Nissan-Infotainments an Bord. Neu ist die Bedienoberfläche, ein Digital-Radio-Empfänger und ein 7-Zoll-Touchscreen. Über den Bildschirm lassen sich mit Finger-Bewegungen alle Funktionen des Systems steuern. All das funktioniert „intuitiv" wie bei Smartphones oder Tablet-PCs.

Überhaupt lässt der neue Nissan Leaf kaum Wünsche offen. Er ist ein leises, zügiges, bequemes und natürlich umweltfreundliches Kompaktfahrzeug für Stadt, Land und auch schon mal fürs Gebirge.

Daten und Preise:

Nissan Leaf Acenta:
5-türige Schräghecklimousine, Länge/Breite/Höhe/Radstand: 4,45 m/ 1,77 m/ 1,55 m/ 2,70 m, Gepäckraum 370 - 720 Liter. - Wechselstrom-Synchronmotor mit 80 kW/109 PS, max. Drehmoment 254 Nm ab 0 U/min., Lithium-Ionen-Batterie, Batteriekapazität: 30 kW/h, Reichweite (NEFZ): 250 km, Kraftübertragung: stufenloses Automatikgetriebe, 0 - 100 km/h: 11,5 Sek., Höchstgeschwindigkeit: 144 km/h, Normverbrauch: 150 Wh/km, ab 28  060 Euro (zzgl. 79 Euro Batteriemiete monatlich, 36 Monate, 12  500 km pro Jahr).

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