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Elektromobilität : Nissan entwickelt schlaue Lösungen für die E-Autos

vom
Aus der Redaktion der Zeitung für die Landeshauptstadt

Autohersteller will Nutzung der „grünen“ Fahrzeuge fördern und billiger machen.

Nissan hat bereits freiwillig die von der Bundesregierung beschlossene Kaufprämie für E-Autos von 4000 Euro um weitere 1000 Euro aufgestockt. Und die Japaner entwickeln sie weitere Konzepte, um die Elektromobilität zu fördern und die Nutzung der Stromer günstiger zu machen.

In Hamburg stellte Nissan jetzt die Kooperation mit den Unternehmen „The Mobility House“ (THM) und „Eaton“ vor. Die Idee: Die Batterie als besondere teure Komponente des E-Mobils wird umfassender genutzt als bislang. THM will den Besitzern von Nissan-Elektroautos eine neue Einkommensquelle erschließen und helfen, ein Problem der Energiewende zu lindern. Wind- und Solarkraft sorgen für große Schwankungen im Netz. Mal ist zu viel von der „grünen“ Energie da, mal zu wenig. Nissan und THM bringen nun den Akku des E-Autos ins Spiel. Wenn das Auto gerade nicht zum Fahren benötigt wird (die meiste Zeit), hängt man es ans Stromnetz. Der Fahrzeug-Akku kann dann nicht nur Strom laden, sondern diesen auch wieder abgeben. Das Auto wird so zum Zwischenspeicher, der das Netz bei hohem Energieanfall entlastet, bzw. wieder speist, wenn Windräder still stehen und die Sonne nicht scheint.

Marcus Fendt, Geschäftsführer von „The Mobility House“, erwartet über ein Autoleben bis zu 7000 Euro Profit für den Besitzer für diese Dienstleistung im Energiemanagement.

Bereits heute sind der Kompakte Nissan Leaf sowie der Transporter e-NV200 für das so genannte bidirektionale Laden ausgelegt. Diese Technik erlaubt aber noch weiter reichende Nutzung. So kann das Auto auch als Versorger für das Privathaus eingesetzt werden und Strom zu Zeiten „tanken“, in denen die Energie gerade besonders günstig ist und bei Bedarf bereitstellen.

Die Firma „Eaton“ als zweiter Nissan-Partner ermöglicht alten Batterien aus Elektrofahrzeugen ein „zweites Leben“. Leaf-Akkus verfügen am Ende der Nutzung im Auto noch über mehr als 70 Prozent ihrer Ausgangskapazität und sind damit als Energiespeicher für weitere fünf bis zehn Jahre nutzbar. Den alten Akku gibt der Leaf- oder e-NV200-Eigner natürlich nicht umsonst ab. Das senkt die Kosten für den Betrieb eines E-Autos zusätzlich.

Der fünfsitzige Leaf schafft in der neuen Version mit 30-kW-Akku bis zu 250 Kilometer Reichweite und kostet 36  785 Euro. An einer Schnellladestation lässt er sich in 30 Minuten bis 80 Prozent laden.

Jan Wrege

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