Jaguar XF : Neuer Mitspieler in der Businessklasse

Der neue Jaguar XF ist länger und etwas flacher geworden. Bullig wirkt der kurze vordere Überhang.
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Der neue Jaguar XF ist länger und etwas flacher geworden. Bullig wirkt der kurze vordere Überhang.

Neuer Jaguar XF spricht Luxusverwöhnte und Sportfahrer an. Motoren von 163 bis 380 PS

svz.de von
26. September 2015, 08:00 Uhr

Auf der IAA zieht Jaguar mit dem neuen F-Pace große Aufmerksamkeit auf sich.

Doch bevor das erste SUV der Marke ausrollt, müssen sich die Fans gedulden. Ein zweiter Hingucker auf dem Stand der seit Jahren aufstrebenden Briten ist der komplett neue Jaguar XF, der bereits zu fahren war und in Kürze bei den Händlern stehen wird, um BMW 5er, Audi A6 und Mercedes E-Klasse in der Businessklasse herauszufordern. Mit Diesel- und Benzintriebwerken von 163 bis 380 PS, Turbo- oder Kompressoraufladung, Sechsganggetriebe oder Achtstufenautomatik, Heck- oder Allradantrieb spricht der Brite sowohl Luxus verwöhnte als auch sportliche Fahrertypen an. Die Preise reichen von 41  350 bis 70  390 Euro.

Die lange Motorhaube und die coupéförmige Seitengrafik mit kurzen Überhängen sorgen für Wiedererkennungswert. Edel zeigt sich das Interieur mit gemasertem Holz und Alu-Elementen. Im Fond genießen Mitfahrer nun trotz kürzerer Außenlänge (4,95 m) dank des auf 2,96 m verlängerten Radstands mehr Beinfreiheit. Die Sitze sind tiefer installiert, das bringt 24 mm mehr Kopffreiheit.

Auf mehreren hundert Testkilometern in Spanien rund um Pamplona mit kurvigen Pyrenäentrecken zeigte der XF souveräne Fahreigenschaften.

Je nach Modell und den eingebauten Dämpfersystemen gleitet der Brite komfortabel über holpriges Pflaster. Automatisch stellt sich unterhalb von 50 km/h eine sanftere Dämpferwirkung ein.

Auf den kurvenreichen Etappen erkennt dämpft die Technik Aufbaubewegungen wirkungsvoll weg. Das XF-Fahrwerk nimmt Längs- und Querkräfte getrennt auf. Das erhöht Komfort und Sicherheit, weil sich beim Beschleunigen und Bremsen die Stabilität verbessert. Ein Plus an Agilität bietet das serienmäßige „Torque Vectoring“. Leichtes Streben des XF zum Kurvenaußenrand beantwortet die Technologie automatisch mit leichtem Abbremsen der kurveninneren Räder, das Auto bleibt neutral.

Fahrleistungen wie ein Sportwagen zeigt der allradgetriebene Jaguar XF S auf dem „Circuito de Navarra“. Er sprintet auf der 3,9 Kilometer langen Rennstrecke in 5,3 Sekunden von null auf Tempo 100 km/h. Langgezogene und enge Kurven nimmt er mit Bravour und verzeiht dabei auch kleine Fahrfehler. Mit dem konfigurierbaren Dynamic-Modus stellt der Pilot seinen fahrerischen Neigungen entsprechend Gaspedalannahme, Fahrwerk, Schaltzeiten und Lenkung individuell ein.

Karosserie und Gerippe des XF bestehen zu 75 Prozent aus Aluminium. Das bringt 190 Kilo Mindergewicht. Das moderne Infotainment reicht von der Smartphone App, um das Fahrzeug vorzuheizen, über Navigation per 10,2-Zoll-Touchscreen bis zum WiFi-Hotspot. Auch bei den Assistenzsystemen für Licht, Verkehrszeichenerkennung, Spurwarnung, Notfallbremsung oder Parken bewegt sich der XF auf der Höhe der Zeit.

Als gute Wahl erscheint uns der XF 20d Portfolio mit 180-PS-Turbodiesel aufgrund seiner Ausgewogenheit bei Ausstattung, Fahreigenschaften, Sicherheit, Komfort und Ökonomie.

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