Neue Autos für Sie gefahren : Neuauflage der Roadster-Ikone

Kultflitzer in Bestform: Auch der vierte Mazda MX-5 zeigt die typischen Roadster-Proportionen mit langer Haube und kurzem Heck.
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Kultflitzer in Bestform: Auch der vierte Mazda MX-5 zeigt die typischen Roadster-Proportionen mit langer Haube und kurzem Heck.

Auch die vierte Modellgeneration des Mazda MX-5 startet zu volkstümlichen Preisen ab 22 900 Euro.

svz.de von
05. September 2015, 08:00 Uhr

Die halbe Autowelt wirbt mit der sprichwörtlichen Fahrfreude. Ob Limousine, Kombi oder SUV – Spaß wird garantiert. Das mit der Werbebotschaft funktioniert nicht immer. Häufig stellt sich das Versprechen als dummes Zeug heraus. Fahrspaß gibt es nicht grundsätzlich zum Nulltarif dazu.

Beim neuen Mazda MX-5 ist Freude pur garantiert. Und schon im Grundpreis von 22  990 Euro enthalten. Die Neuauflage des legendären Roadsters entpuppt sich als ein Überraschungspaket, voll gestopft mit Adrenalinfläschchen, deren Inhalt das Blut des fahrenden Personals auf den Kopf stellt. So interessant ist dieser Roadster, so kräftig mischt dieser Sportwagen seine Insassen auf. Fast eine Million Exemplare, verteilt auf bislang drei Generationen, sind insgesamt seit 1989 verkauft worden. Rund 30  000 MX-5 will Mazda künftig jährlich in Europa absetzen.

Noch im September steht die vierte Generation des MX-5 mit der manuell zu öffnenden Stoffmütze bei den Händlern. Was ist neu am neuen Mazda-Roadster? Ein noch besseres Fahrwerk, wie wir schnell feststellen konnten. Dafür haben die Mazda-Techniker den Motor ein Stück weiter nach hinten positioniert, fast ein Mittelmotor. Durch einen größeren Aluminium-Anteil wurde das Gewicht gemeinsam mit der geringeren Karosserielänge um rund 100 Kilogramm verringert. Das Kompaktauto ist etwa zehn Zentimeter kürzer als sein Vorgänger. Fahrer und Beifahrer sitzen um 1,5 Zentimeter dichter beieinander, die Sitzhöhe ist um zwei Zentimeter reduziert. All diese Veränderungen sollen das Fahrvergnügen steigern. Was auch gelingt. Wie ein Kart bewegt sich der Roadster. Fast klebend auf dem Asphalt, in den Kurven spurtreu, im Anzug sportlich aufschreiend. Zielgenau lässt sich der MX-5 durch anspruchsvolle Kurvenkombinationen steuern, er bleibt lange neutral und wird im Grenzbereich vom eingreifenden ESP eingefangen.

Der Vierzylinder-Benziner kommt in beiden Versionen (1,5-Liter mit 131 und 2,0-Liter mit 160 PS) mit einem derartig röhrenden Motorsport-Sound daher, als sollte man doch bitteschön auf die Rennstrecke wechseln. Der Spritverbrauch wird beim kleineren Modell mit sechs Liter Super, bei der größeren Maschine mit 6,9 Liter angegeben. Das ist wohl nur bei zurückhaltender Fahrweise zu realisieren. Aber dafür ist der MX-5 nicht auf die Welt gekommen. Also müssen rund zwei Liter Superbenzin mehr eingeplant werden.

Fazit: Mazda kann Roadster. Der MX-5 ist und bleibt ein Klassiker mit ganz besonderem Charakter. Wobei auch das Preis-Leistungs-Verhältnis stimmt. Hier hat Mazda Zurückhaltung walten lassen.

Jürgen Muhl


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