Studien : Mobilität der Zukunft: Kabinenroller auf vier Rädern

EU-Live stellt eine Mischung aus Roller und Auto vor.
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EU-Live stellt eine Mischung aus Roller und Auto vor.

svz.de von
06. Januar 2018, 16:00 Uhr

Nach Meinung der Verkehrsexperten muss die Mobilität der Zukunft verstärkt auf emissionsarme, effiziente, leichte und kleine Fahrzeuge setzen. Ein mit 6,7 Millionen Euro von der EU unterstütztes Konsortium von zwölf Forschungseinrichtungen und Industrieunternehmen arbeitet unter dem Projektnamen Efficient Urban Light Vehicle (EU-Live) an genau solchen Fahrzeug- und Antriebskonzepten. Ein erstes unter Federführung des Konsortium-Mitglieds PSA entwickeltes Minimobil zeigt, wohin die Reise gehen könnte.

Bei dem namenlosen Konzept handelt es sich um einen geschlossenen Zwei-Personen-Kabinenroller auf vier Rädern. Das nur 2,40 Meter lange und 85 Zentimeter breite Fahrzeug zeichnet sich durch eine besonders schmale Spur aus, da die Räder von Vorder- und Hinterachse eng beieinander liegen. Dank hydraulischer Fahrwerkskomponenten und einem Kippmechanismus kann sich das Smart-Mobil wie ein Dreiradroller in Kurven zur Seite neigen, was für ein besseres Handling sorgt.

Ein Plug-in-Hybridantrieb erlaubt zudem emissionsfreies Fahren bis 70 km/h. Ein zusätzlich vorhandener Verbrennungsmotor kommt bei Überlandfahrten zum Einsatz. Die Reichweite wird mit 300 Kilometer angegeben, die Höchstgeschwindigkeit mit 130 km/h.

Der E-Antrieb besteht aus zwei in den Hinterrädern integrierten Nabenmotoren, die ihren Strom aus einer 48-Volt-Batterie von Samsung beziehen. Beim Verbrenner handelt es sich um einen Scooter-Einzylinder mit einer Leistung von 42 PS. Das Minimobil soll Komfort und Sicherheit fast auf Pkw-Niveau bieten. So gibt es eine Heizung für den Innenraum, einen Sicherheitsgurt und einen Airbag.

Eine Serienversion des Hybrid-Kabinenrollers stellt das EU-Live-Konsortium zwar nicht in Aussicht, doch wollen die Partner in nächster Zeit weitere elektrisch angetriebene Kleinfahrzeug-Konzepte vorstellen.

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