Mit Ersatzteillager auf große Reisen

Ersatzteile waren rar und somit immer sehr begehrt
Ersatzteile waren rar und somit immer sehr begehrt

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13. Januar 2008, 03:44 Uhr

Elf Fahrten unternahmen wir mit einem Trabant an die bulgarische Schwarzmeerküste. Wichtiges Utensil war ein Dachgepäckträger, der die gesamte Campingausrüstung und noch vieles andere mehr aufnahm. Auf diese Weise haben wir auch Schränke, Polstergarnituren, Schreibtische und vieles andere bis nach Berlin transportiert.

Während einer Nacht im rumänischen Konstanta machten sich Diebe am Dachgepäckträger zu schaffen. Bevor ich aus dem Auto kam, hatten sie bereits das Weite gesucht. In den Jahren darauf sorgten wir vor, indem wir Teile eines Glockenspiels im Dachgepäck verteilten, das uns bei Tätigkeiten Fremder wecken sollte. Zum Glück haben wir keine weiteren Behinderungen erlebt.

Hilfe für Brüderländer
Für diese langen Fahrten von hin und zurück 5000 Kilometern trafen wir so manche Vorsorge. Mitzunehmende Ersatzteile für den Trabant, die wir im Verlaufe großer Anstrengungen erstanden hatten, wurden rechtzeitig bereitgelegt. Da sowohl die Tschechen als auch die Ungarn und Bulgaren vielfach Trabant fuhren, konnten wir während der Touren oft Hilfe leisten. Als Bewohner des Trabant-Herstellerlandes haben wir das auch mit ein wenig Stolz getan. Des öfteren war es aber schmerzlich - zu DDR-Zeiten zum Beispiel einen Unterbrecher zu erwerben, war fast unmöglich.

Zur Vorbereitung dieser Fahrten gehörte weiterhin, genügend Öl für das Benzingemisch einzuplanen, denn nicht überall gab es Gemisch an den Tankstellen zu kaufen. Vor dem Tank befestigte ich eine Halterung für zwölf Badusan-Flaschen - Flaschen für Badezusatz, in denen Bremsflüssigkeit, destilliertes Wasser, Abschmierfett, Schrauben, Bolzen, Federn, Muttern und anderes mehr enthalten waren.

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