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Überraschung aus Fernost : Mazda 3 nimmt den Platzhirschen ins Visier

vom
Aus der Redaktion der Zeitung für die Landeshauptstadt

svz.de von
erstellt am 13.Feb.2015 | 21:54 Uhr

Auf den ersten Blick sieht der Mazda 3 gar nicht aus wie ein typischer Kompakter, eher wie ein schlankes Coupé mit vier Türen und Heckklappe. Der Herausforderer des alles beherrschenden VW Golf setzt auf Eigenständigkeit. Auffällig sind die lang gestreckte Motorhaube, der weite Radstand und die in dieser Klasse üppige Gesamtlänge von 4,47 Metern. Eine Augenweide ist die Frontpartie mit dem steilen Kühlergrill.

Unser Testwagen fährt in der besonders attraktiven Version mit 150-PS-Diesel und Sportsline-Ausstattung vor. Nach dem Einstieg wartet eine Überraschung. Ist hier irrtümlich ein Audi geliefert worden? Nein, statt der vier Ringe prangen auf dem schönen Sportlenkrad die typischen Mazda-Schwingen. Aber Optik, Haptik und Qualitätsanmutung erinnern an die Premiumprodukte aus Ingolstadt. Das Armaturenbrett und Fensterkanten sind fett unterschäumt, Klavierlack-und Alu-Elemente Leisten schmeicheln dem Auge, ein metallener Dreh-Drücksteller auf der Mittelkonsole steuert mit feinmechanischem Klicken das Infotainment, das auch über den 7-Zoll-Touchscreen zu bedienen ist.

Vorn sitzt man tief, aber angenehm auf gut konturiertem Gestühl. Hinten wird es ein wenig enger, aber selbst groß gewachsene Passagiere werden keine Probleme bekommen. Beim Gepäck ist indes Ökonomie gefragt: Der Kofferraum fällt mit 364 Litern Volumen nicht sehr üppig aus.

Zentral im Blickfeld des Fahrers prangt ein Drehzahlmesser, der Tacho wird in einem kleinen Feld digital angezeigt. Oder in einer Art Head-up-Display, das hier etwas unpassend zum sonst vorbildlichen Ambiente wie eine Billiglösung aussieht. Da fährt eine Plexiglas-Scheibe hoch, auf die Tempo und Navi-Hinweise projiziert werden.

Wir starten den 2,2-Liter-Diesel – und staunen. Das Triebwerk lässt nur ein ganz dezentes Nageln im Kaltlauf hören, sobald es warm ist, wähnt man sich in einem Benziner. Geschmeidig fühlt sich der Motor in Fahrt an. Laufruhig, kräftig im Antritt, überraschend drehfreudig. Der Normverbrauch unseres Testwagens liegt bei 4,1 Litern, in der Praxis stellten sich ohne große Sparbemühungen sehr respektable 5,1 Liter ein. Dabei hilft ein gut funktionierendes Start-Stopp-System.

Der Mazda 3 lässt sich sportlich direkt lenken, dazu passen die stramme, aber nicht unangenehm harte Federung und die ebenso leichtgängige wie präzise geführte Sechsgangschaltung.

Die Preisliste für den Mazda 3 startet bei verlockenden 17  490 Euro, unser Sahnestück „Skyactiv D150 Sportsline“ wird dann allerdings schon mit 27  590 Euro berechnet. Die Ausstattung umfasst 18-Zoll-Felgen, Bi-Xenon-Licht, Klimaautomatik, Sitzheizung, Parkhilfe, Audio-System, CD-Radio, Bordcomputer, Tempomat und weitere Annehmlichkeiten. Übrigens auch einen Notbrems-Assistenten, der das Auto automatisch in kürzester Zeit zum Stillstand bringt.

Mazda 3 Skyactiv D150 Sportsline

4-türige, 5-sitzige Kompaktlimousine; Länge/Breite/Höhe/Radstand: 4,47 m/1,80 m/1,45 m/2,70 m, Kofferraum: 364 - 1263 Liter. - 2,2-Liter-Diesel:110 kW/150 PS, max. Drehmoment: 380 Nm, 0-100 km/h in 8,1 Sek., Vmax 210 km/h, Normverbrauch: 4,1 Liter/100 km, 107 g CO2/km, Testverbrauch: 5,1 Liter; ab 27  590 Euro.

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