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Crossover-SUV von Toyota : Mal etwas ganz Anderes

vom
Aus der Onlineredaktion

Toyota setzt beim C-HR auf extravagantes Design. Crossover-SUV mit kleinem Benziner oder Hybrid-Antrieb

Toyotas neue Modellreihe C-HR erweckt den Eindruck, als hätte man das Design-Team in die Wüste geschickt und durch Entwickler von schrillen virtuellen Autos für Videospiele ersetzt. Die Japaner nehmen mit ihrem extravaganten SUV-Crossover einen neuen Käufertyp ins Visier, den Toyotas Marketing-Strategen so beschreiben: Er pflegt einen aktiven Lebensstil, weiß, was cool ist, reist gern, hat stets die Sorge, etwas zu verpassen, und ist überzeugt, mit dem Auto seine Persönlichkeit widerspiegeln zu können. Stammkunden dürfen den C-HR natürlich auch kaufen – vorausgesetzt, sie kippen ab 21. Januar im Toyota-Showroom beim Anblick des Neuen nicht schon aus den Latschen.

Je nach Blickwinkel mutet der mutige Japaner an wie ein gelandetes Raumschiff oder eine fixierte Meereswelle. Selbst progressive Konkurrenten sehen gegen den C-HR – was Coupé High Rider bedeuten soll – plötzlich konservativ aus. Die nach hinten abfallende Dachlinie sorgt für mitreißende Dynamik, lässt den Fondpassagieren aber genug Kopffreiheit. Die überaus wuchtigen C-Säulen lassen den Schulterblick beim Spurwechsel nach rechts aber zur Turnübung werden, wenn man keinen Totwinkel-Warner geordert hat.

In der ersten Sitzreihe überrascht der C-HR in der Style-Variante mit einem blauen Band, das sich von den Türen kommend quer durch das Armaturenbrett fortsetzt. Zudem reckt sich ein großer, hoch gesetzter Infotainment-Monitor dem Fahrer dienstbereit entgegen. Die Oberflächen machen machen besonders in den höheren Ausstattungslinien einen hochwertigen Eindruck: Die Zeiten, in denen sich Toyota auf billige Pappdeckel-Haptik beschränkte, sind vorbei. Freude bereiten die gut geformten Vordersitze, die sich nahtlos in den dynamischen Anspruch fügen, den das Blechkleid vermittelt.

Schon im Basismodell für 21  990 Euro gefällt die reichhaltige Ausstattung mit zahlreichen Assistenzsystemen. In der zweiten Stufe namens „Flow” sind schon Alufelgen, Klimaautomatik, Regensensor oder DAB+-Radio an Bord. Als Schwäche ist noch der Mangel an Stauraum und Ablagen im Innenraum zu erwähnen.

Trotz der signalisierten Angriffslust setzen die Macher des Crossovers überwiegend auf den wenig sportlichen Hybridantrieb aus dem Prius. Er soll im Verkauf 75 Prozent ausmachen. Als günstigere Alternative offeriert Toyota für den Fronttriebler einen 1,2-Liter-Benziner mit schmächtigen 116 PS, der sich aber drehfreudig zeigt, ohne dabei unnötig laut zu werden. Fleißig geschaltet, lässt sich der so motorisierte C-HR agil bewegen. Das gut abgestimmte Fahrwerk würde mehr Leistung vertragen, auch die spontan reagierende Lenkung macht Lust auf Kurven. Der C-HR liegt dank breiterer Spur als der Prius sauber auf der Straße. Der Hybrid mit dem stufenlosen Automatikgetriebe surrt irgendwie gehemmt voran – und mag sich auch mit Gasstoß nur zum Jaulen, aber zunächst nicht zu spürbarer Beschleunigung zwingen lassen. Hier fühlt sich der Fahrer außer beim Gleiten durch die City immer untermotorisiert.

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