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Technik-Messe CES : Luxus- und Öko-Mobil in einem

vom
Aus der Onlineredaktion

Neues Elektrofahrzeug des Unternehmens Faraday Future bietet so einige Superlative

Das Start-Up-Unternehmen Faraday Future hat im Vorfeld der Consumer Electronics Show (CES) in Las Vegas sein erstes elektrisches Serienfahrzeug präsentiert. Das 5,25 Meter lange Modell FF91 ist ein Viersitzer und soll Luxuslimousine, Supersportwagen und Öko-Mobil in einem sein. Im Jahr 2018 soll es auf den Markt kommen. Finanziert wird das Start-Up von chinesischen Investoren.

Faraday Future setzt nach Angaben von Entwicklungschef Nick Sampson vor allem auf eine hohe Leistung von Antrieb und Akku: So kommen die Elektromotoren in Bug und Heck der Plattform auf 772 kW/1050 PS und 1500 Nm, mit denen der FF91 in weniger als 2,5 Sekunden von 0 auf 100 km/h beschleunigt. Die Batteriekapazität von 130 Kilowattstunden soll eine Reichweite von bis zu 700 Kilometern ermöglichen. Obwohl bislang kein Elektrofahrzeug so einen großen Akku hat, will Faraday auch mit rekordverdächtigen Ladezeiten punkten: Nach weniger als einer Stunde soll der Akku wieder voll sein.

Zum Antrieb gibt es eine aufwendige Elektronik-Ausstattung, die autonomes Fahren selbst dann ermöglichen soll, wenn zum Beispiel beim Parken kein Fahrer mehr an Bord ist. Es soll ein Infotainmentsystem geben, das sich mit allem vernetzen kann. Über eine Personalisierung, die per biometrische Erkennung und selbstlernende Programme funktioniert, werde sich der FF91 individuell auf jeden Insassen einstellen, erläutert Sampson.

Das soll soweit gehen, dass der Wagen die Mitfahrer am Gesicht erkennt und ihnen die Türen ohne Schlüssel öffnet. Zu den eher konventionellen Errungenschaften des Autos zählen Felgen, die während der Fahr zugunsten der Aerodynamik ihre Form verändern und LED-Muster an den Flanken, über die das Auto mit seiner Umwelt kommuniziert.

Auto-Konzerte und Wehen-Sensor: Trends zur CES 2017

Die Technik-Messe CES ist bekannt dafür, mit ihren Ankündigungen und Präsentationen oftmals internationale Branchen-Trends aufzuzeigen.

Eine Auswahl zur Auflage 2017:

Der PC ist nicht tot: Angesichts der jahrelangen rapiden Verkaufsrückgänge wurde das Geschäft mit Notebooks und Desktop-Rechnern von einigen Marktbeobachtern schon totgesagt. Doch zu dieser CES überschlagen sich die Hersteller mit Ankündigungen. Allein Lenovo und Acer stellten mehrere Notebooks vor. Außerdem gibt es diverse spezielle Modelle für Gamer – gefördert auch durch den Bedarf an viel Rechenpower für virtuelle Realität.

Vom Digital-Sound ist noch viel zu erwarten: Die Akustik verschiedener Konzertsäle konnte man schon früher simulieren. Aber inzwischen geht das auch im Auto. Zudem können dort die einzelnen Fahrgäste gleichzeitig unterschiedliche Musik hören, ohne einander zu stören. Die Fahrgeräusche werden digital ausgeblendet, so dass Hersteller Isoliermaterial sparen können. Kopfhörer imitieren dank Software dreidimensionalen Sound. Die Branche hat entdeckt, dass bei digitaler Anpassung von Tönen die Grenze noch weit oben liegt.

Neuer Anschluss USB-C breitet sich aus: Apple sorgte vor wenigen Monaten noch für einen kleinen Aufschrei unter seinen Kunden, als beim neuen MacBook Pro die verschiedenen Anschlüsse durch Ports des Standards USB-C ersetzt wurden. Inzwischen zeichnet sich aber ab, dass das Format eine zentrale Rolle als einheitlicher Verbinder verschiedenster Geräte übernehmen könnte. Dann wäre auch die heutige Zeit vieler Adapter für diverse Formate vorbei.

Wearables gehen in die Nische: Nach dem ersten Hype um Smartwatches als Allerkönner am Handgelenk setzt ein Trend zur Spezialisierung ein. Fitness hat sich als ein zentraler Anwendungsfall herauskristallisiert. Das Geschäft der Anbieter von Fitness-Bändern fiel bisher nicht den Computer-Uhren zum Opfer. Und auch zur CES gibt es diverse neue spezialisierte Technik mit engem Aufgabengebiet. Dazu gehört zum Beispiel ein Wehen-Sensor für Schwangere.

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