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Mercedes-Benz : Luftiger Luxusliner und ein neuer SLC

vom
Aus der Redaktion der Zeitung für die Landeshauptstadt

Mercedes-Benz bringt nach mehr als 40 Jahren wieder eine offene S-Klasse und erneuert den zweisitzigen kleinen Roadster.

Es handelt sich um einen historischen Modellwechsel: Mehr als 40 Jahre hat Mercedes-Benz benötigt, um einen Nachfolger des luxuriösen Cabriolets in der S-Klasse zu präsentieren. Der bisher letzte offene Luxusliner von Mercedes wurde 1971 konzipiert. Sportlich, massiv und schnittig-seriös fährt das teuerste deutsche Viersitzer-Cabrio vor. Hightech inklusive für höchste Fahrleistungen, 1a-Komfort und Sicherheit. Die Basisversion beim S  500 kostet fast 140 000 Euro. Dafür kann man allerhand verlangen. Mercedes spricht von einem „Traumauto“.

Zunächst gibt es nur drei Motorisierungen. Im S  500 geht es dank 455 PS rasend schnell voran. In 4,6 Sekunden erreicht das rund 2,2 Tonnen wiegende Cabrio aus dem Stand 100 km/h, in der Spitze sind 250 km/h möglich. Noch zügiger ist der AMG S 63 4Matic unterwegs: Mit 585 PS aus 5,4 Liter Hubraum sprintet der Allradler in 3,9 Sekunden auf 100 km/h. Ohne die Abregelung bei 250 km/h wäre der AMG 63 wohl zu 300 km/h fähig. Dennoch ist eine Kopfbedeckung ratsam. Möglichst eine feste. Andernfalls fliegt etwas im hohen Bogen in Richtung Straßenrand. Als Normverbrauch für S  500 und AMG S 63 nennt Mercedes 8,5 bzw 10,4 Liter – das sind theoretische Werte. Wie unsere Probefahrten zeigten, ist eher mit Verbräuchen um 13 bis an die 20 Liter zu rechnen.

Dann gibt es für eine Viertelmillion Euro noch die exotische Variante AMG S 65 mit einem V12, der 630 PS und gigantische 1000 Newtonmeter Drehmoment entwickelt.

Bis zu 60 km/h lässt sich das Verdeck innerhalb von 20 Sekunden während der Fahrt öffnen und schließen. Raffinierte Heizmechanismen mit heißer Luft aus der Kopfstütze für den Nacken und die leistungsstarke Klimaautomatik holen auch bei niedrigeren Außentemperaturen den Frühling ins S-Cabrio. Luftfederung und Assistenzsysteme sind ebenso serienmäßig wie der jetzt pyrotechnisch auslösbare Überrollschutz.

Frische Luft gibt es bei Mercedes auch ein paar Nummern kleiner. Zusammen mit dem S-Klasse Cabrio wurde der Zweisitzer SLC vorgestellt. Keine echte Neuheit, sondern ein überarbeiteter SLK, der gemäß des neuen Modellkennzeichnungskonzepts als Roadster der C-Klasse eingestuft wird und daher das „K“ gegen ein „C“ tauscht. Wichtiger als der neue Buchstabe ist der um etwa 5000 Euro gesunkene Einstiegspreis. Für 34  926 Euro das neue Basismodell SLC 180 angeboten, mit 1,6-Liter-Turbobenziner, der 156 PS leistet. Das Stahldach kann nun auch in Fahrt bis 40 km/h geöffnet oder geschlossen werden kann. Die Front des SLC wurde dem aktuellen Mercedes-Design angepasst. Innen fällt das neue Kombi-Instrument auf: Zwischen zwei Runduhren ist ein 4,5-Zoll-Farbdisplay integriert. Diverse Sicherheitsassistenten und das neue Infotainment mit Smartphoneanbindung und Internetzugang bringen den SLC auf den aktuellsten Stand. Top-Modell ist der SLC 43 mit 367 PS, sparsamster Vertreter der SLC 250  d mit 204 PS und nur 4,4 Litern Diesel Normverbrauch.

Daten & Preise: Mercedes S-Klasse Cabriolet

4-sitziges Luxus-Cabriolet, Länge/Breite/Höhe/Radstand: 5,03 m/1,90 m/ 1,42 m/2,95 m, Kofferraum: 250/350 Liter (offen/geschlossen).

S 500: 4,7-Liter-V8-Benziner, 335 kW/ 455 PS, max. Drehmoment: 700 Nm, 0-100 km/h in 4,6 Sek., Höchstgeschwindigkeit 250 km/h, Normverbrauch: 8,5 Liter, 199 g CO2/km; ab 139  052 Euro.

AMG S 63 4Matic: 5,5-Liter-V8-Benziner, 430 kW/585 PS, 900 Nm, 3,9 Sek., 250 km/h, 10,4 l, 244 g CO2/km; ab 187  485 Euro.

 

Mercedes SLC Roadster mit Stahldach, Länge/Breite/ Höhe/Radstand: 4,13 m/ 1,82 m/1,30 m /2,43m, Kofferraum: 225/335 Liter.
SLC 180: 135 kW/184 PS, 7,9 Sek., 226 km/h, 5,6 l, 127 g CO2/km; ab 34  926 Euro.

 

 

 

 

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